Vipers hoffen auf zweiten Sieg

Duell der breiten Kader: Bad Wildungen will beim SV Halle-Neustadt nachlegen

Auch der „zweite Anzug“ der Vipers saß beim Heimsieg gegen Buchholz-Rosengarten. Trainerin Tessa Bremmer baut auch in Halle auf den ganzen Kader, also auch Bankspielerinnen wie Anika Hampel. Hier kommt sie vor Maj Rika Nielsen und Torfrau Zoe Ludwig von den Luchsen zum Wurf.
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Auch der „zweite Anzug“ der Vipers saß beim Heimsieg gegen Buchholz-Rosengarten. Trainerin Tessa Bremmer baut auch in Halle auf den ganzen Kader, also auch Bankspielerinnen wie Anika Hampel. Hier kommt sie vor Maj Rika Nielsen und Torfrau Zoe Ludwig von den Luchsen zum Wurf.

Kann die HSG Bad Wildungen den ersten Sieg in der Bundesliga veredeln? Das ist zumindest das Ziel der Vipers vor dem Auswärtsspiel an diesem Samstag (19 Uhr) beim SV Halle-Neustadt.

Es wird vielleicht die erste „enge Kiste“ für die Bad Wildungerinnen. Seit Mittwoch sind sie wieder Vorletzter in der Tabelle, nachdem sich überraschend auch der VfL Oldenburg (28:24 bei der HSG Blomberg-Lippe) die ersten Punkte geholt hat.

Enges Spiel – nicht nur, weil Tessa Bremmer nach vier Vipers-Spielen als Außenseiter und einem „Muss-Spiel“ gegen Rosengarten-Buchholz diesmal ein Match auf Augenhöhe sieht. Auch, weil offenbar viele Gemeinsamkeiten auf beiden Seiten bestehen, wie die Wildunger Trainerin analysiert hat. „Halle-Neustadt versucht, über Tempo schönen Handball zu spielen. Sie haben inzwischen einen vor allem in der Breite verstärken Kader, der um einiges besser geworden ist. Die Mischung stimmt“, so Bremmer, die sich an viele Spiele gehen den SV Union erinnert, in denen ihr Team körperlich gerade gegen Ende Vorteile hatte. „Das wird es nicht mehr geben, weil Halle auch auf der Bank besser besetzt ist.“

Das kann die Vipers-Trainerin aber von ihrer Bank bzw. ihrem breiten Kader auch behaupten. Beim jüngsten 29:23 gegen die Handballluchse waren es nicht die arrivierten Kräfte wie Annika Ingenpaß und Maxime Struijs, die entscheidende Akzente setzen, sondern vor allem eingewechselte Spielerinnen und junge Neuzugänge wie Annika Hampel und in der Abwehr Jolina Huhnstock.

Vipers-Trainerin Bremmer: „Wenn wir gewinnen, haben wir Ruhe“

So sehen sich die Vipers mit dem Aufwind des ersten Sieges gut gerüstet, um nachzulegen. Die Stimmung im Training sei entspannter, aber den Spielerinnen sei anzumerken gewesen, dass sie den Fokus gleich auf das nächste Spiel legen, meint Tessa Bremmer. „Im Anschluss kommen bis zur längeren Pause bis Weihnachten mit Thüringen und Neckarsulm Gegner, gegen die wir nichts zu verlieren haben. Aber Halle-Neustadt ist ein Gegner auf Augenhöhe. Von diesen Spielen musst du möglichst viele gewinnen, um den Klassenerhalt problemlos zu schaffen“, so die Wildunger Trainerin. Ein Sieg sei wichtig, um mit Ruhe in die lange Pause zu gehen. „Das heißt aber nicht, dass es unruhig wird, wenn wir nicht gewinnen.“

Neben den Ligaspielen am 30. Oktober und 20. November steht noch das Achtelfinale im DHB-Pokal auf dem Plan. Der Termin für das Auswärtsspiel bei den Kurpfalz Bären aus der 2. Liga steht inzwischen fest: Das Spiel wird am Samstag, 13. November, ab 20 Uhr in der Neurotthalle in Ketsch ausgetragen.

Die Formel zum Gewinnen des nächsten Bundesliga-Spiels sieht Tessa Bremmer in der Konstanz, von der die Vipers bei ihrem ersten Sieg viel zeigten. „Beide Teams leisten sich auch mal schwächere Phasen im Spiel. Wir dürfen uns nicht so viele erlauben wie Halle“, so die Rechnung von Bremmer, deren Team die letzten drei Auswärtsspiele gegen Halle-Neustadt klar für sich entschieden hat.

Personell bleibt alles beim Alten bei der HSG: Bis auf zwei Spielerinnen sind alle fit. Leonie Patorra stand gegen Buchholz (ohne Einsatz) erstmals im Kader. Auch bei Julie Hafner lässt Bremmer offen, ob es für erste Einsatzminuten reicht. (schä)

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