Zahlreiche Ehrenurkunden für Meister- und Betriebsjubiläen überreicht

Dem Handwerk geht’s gut

Meisterliche Qualität: Für Meister- und Betriebsjubiläen erhielten zahreiche Einzelpersonen beim Abend des Handwerks in Bad Wildungen ihre verdienten Urkunden. Fotos:  Zimmermann

Bad Wildungen. Die Kreishandwerkerschaft  hatte zum Abend des Handwerks in das Maritim Badehotel eingeladen. Kreishandwerksmeister Karl-Heinz Göbel freute sich, 35 Ehrenurkunden für Meister- und Betriebsjubiläen übergeben zu können.

In seiner Begrüßung zeigte er sich zufrieden, „dass es dem mittelständischen Handwerk trotz aller Widrigkeiten gut geht“. Allerdings müsse man sich gegen die „neuerliche Aufweichung des Meisterprinzips“ durch die EU energisch wehren. Wie wichtig der Meisterbrief nicht nur für die Handwerksbetriebe sondern sowohl für die privaten als auch die öffentlichen Kunden ist zog sich wie ein roter Faden durch alle Ansprachen. So könne laut Göbel der Nachwuchs heutzutage ein Handwerk erlernen und später mit dem Meisterbrief sowohl selbständig einen Betrieb leiten als auch ein Studium ergreifen. Es sei für Deutschland wichtig, dass berufliche und akademische Ausbildung als gleichwertig anerkannt werden.

Dass die Stadt Bad Wildungen durch Investitionen in die städtische Infrastruktur mittels Auftragsvergabe an meistergeführte handwerkliche Betriebe die Qualität der Lebensverhältnisse verbessert, beschrieb Bürgermeister Volker Zimmermann. So könnten junge Menschen motiviert werden, hier zu leben, zu bleiben oder wiederzukommen. Auf die durch Meister gesicherte Qualität des Handwerks und seine Ausbildung von genügend Fachkräften könne man sich verlassen.

In Vertretung des Landrats wies Erster Beigeordneter Jens Deutschendorf auf die Verknüpfung von Weltwirtschaft und Region hin. Von baulichen Maßnahmen beispielsweise für Energie sparende Investitionen in Schulen profitiere das Handwerk, dessen Meister ein Qualitätsstandard sei. Johannes Schwarz, Vizepräsident der Handwerkskammer Kassel, betonte, dass der Meisterbrief nicht nur für die Betriebsgründung sondern auch für dessen Überleben wichtig sei, da außer der Qualität auch Service geboten werde.

Bei der anschließenden Auszeichnung der Meister- und Betriebsjubiläen mit Urkunden fand das 175-jährige Betriebsjubiläum der Schreinerei Heiko Kesting in Sachsenhausen viel Bewunderung. Vermutlich von acht Generationen sei der Betrieb geführt worden, erklärte Karl-Heinz Göbel.

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