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Bad Wildungen: Seelsorgeprojekt der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Eder

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Bereit für Gespräche: Ein Seelsorgeprojekt der Evangelischen Jugend vermittelte jungen Leuten aus dem Kirchenkreis Eder wichtige Kenntnisse.
Bereit für Gespräche: Ein Seelsorgeprojekt der Evangelischen Jugend vermittelte jungen Leuten aus dem Kirchenkreis Eder wichtige Kenntnisse. © Evangelische Jugend/pr

Ein offenes Ohr bei Kummer und Sorgen haben und Kindern und Jugendlichen in der Not weiterhelfen – das war das Ziel eines Seelsorgeprojekts der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Eder.

Bad Wildungen - Die Aktiven in den Teams sind oft die Ersten, die bei Kummer und Nöten angesprochen werden. Das Seminar soll die Teilnehmenden unterstützen und Hilfestellung geben, sich selbst und Situationen einzuschätzen.

Ratsuchende unterstützen und eigene Grenzen erkennen

Die neu erworbenen Kenntnisse sollen helfen, Ratsuchende zu begleiten und zu unterstützen, aber auch eigene Grenzen zu erkennen. Das betrifft Gespräche im Ehrenamt ebenso wie den Austausch mit Freunden oder anderen Personen.

An einem Infoabend mit Interessierten und bei den Vorbereitungen im Team wurden Fragen aufgezeigt: Was brauche ich zum Führen von Gesprächen? Wie kann ich anderen helfen? Was frage ich? Was sage ich? Wie kann ich für mich selbst sorgen? Was, wenn ich nicht mehr weiter weiß?

Beispiele aus der Praxis in Rettungsdienst und Kirche

Das erste Seminar hatte den Titel: „Unter vier Augen.“ Zwölf Teilnehmer aus dem gesamten Landkreis zwischen 16 und 30 Jahren waren am Ende voll des Lobes über ein gemeinsames Erlebnis. Im Fokus stand die Erste Hilfe für die Seele. Es ging vor allem um die eigene Rolle als Gesprächspartner, persönliche Grenzen und Möglichkeiten und um die nötige Nähe und Distanz.

Yannik Drüen vom Kriseninterventionsteam des DRK Bad Wildungen und Pfarrerin Kerstin Palisaar erzählten dabei aus der Praxis. An weiteren Abenden ging es um das Erkennen und Reagieren auf seelsorgerische Situationen, um aktives Zuhören, gute Fragen für gute Gespräche, Vorbereitung und Durchführung eines Gesprächs, Beenden von Gesprächen, Kennenlernen des Hilfesystems und Umgang mit Grenzfällen oder Erkrankungen.

Mit Mutmacher auf dem Lebensweg nie allein

Dabei war es dem Team der Evangelischen Jugend Eder wichtig, miteinander zu lernen und ins Gespräch zu kommen und die Inhalte nicht frontal zu unterrichten. Sie wurden vielmehr methodenreich und vielfältig vermittelt: in kleinen und großen Gruppen, mit Anspielen, praktischen Übungen, mit Schlumpffiguren und Bildkarten sowie mit Ausschnitten aus dem „König der Löwen“ zum aktiven Zuhören.

Zum Abschluss erhielten alle Absolventen des Seminars eine Teilnahmebescheinigung, mit der sie auch ihre Jugendleitercard verlängern können.

Dazu gab es einen Mutmacher-Schlüsselanhänger zur Erinnerung, dass sie nicht nur selbst Mutmacher für andere sind und sein können, sondern auch sie selbst auf ihrem Lebensweg nie allein sind, erläuterte Jugenddiakonin Johanna Mienert abschließend das Projekt der Evangelischen Jugend.  

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