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Ins Gespräch gehen bei erster Interkultureller Woche in Wildungen

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Eine eritreische Kaffeezermonie (unser Bild) und eine T-Shirt-Kreativaktion zählten zum Programm in der Brunnenstraße 34.
Eine eritreische Kaffeezermonie (unser Bild) und eine T-Shirt-Kreativaktion zählten zum Programm in der Brunnenstraße 34. © Rainer Rüsch

Mit Musik, Informationen und Gelegenheit zur Begegnung startete die Interkulturelle Woche Waldeck-Frankenberg erstmals in Bad Wildungen.

Bad Wildungen – Seit 2020 plant der Landkreis Waldeck-Frankenberg in Kooperation mit dem hiesigen „Netzwerk für Toleranz“ eine Interkulturelle Woche. Zwei Jahre lang bremste Corona das Verwirklichen der Idee aus. Umso mehr freuten sich alle Beteiligten, dass am Sonntag erstmals in Bad Wildungen als gastgebender Stadt die Aktionswoche begann. Mitten in der Altstadt am Rathaus war das Eröffnungsfest angesiedelt.

Das Organisationsteam und die Eröffnungsredner zeigten sich sehr zufrieden mit dem Start der Interkulturellen Woche am Wildunger Rathaus.
Das Organisationsteam und die Eröffnungsredner zeigten sich sehr zufrieden mit dem Start der Interkulturellen Woche am Wildunger Rathaus. © Rainer Rüsch

Bürgermeister Ralf Gutheil begrüßte viele Gäste, die aus vielen Ländern der Welt stammend, in der Badestadt eine neue Heimat gefunden haben. In Deutschland sei die Interkulturelle Woche in der seit 1975 etabliert, erinnerte Gutheil. Für deren Organisation zeichneten bisher die Evangelische Kirche und der Griechisch Orthodoxe Metropolit verantwortlich. In rund 500 Städten in Deutschland gab es seitdem 5000 solcher Veranstaltungen. Die 2022er Ausgabe ist die erste unter Regie des Kreises und des Toleranz-Netzwerkes in Waldeck-Frankenberg.

„Für eine gerechte, friedliche, tolerante, demokratische, solidarische Welt“

„Diese Woche soll dazu beitragen, dass wir in einer gerechten, friedlichen, toleranten, demokratischen und solidarischen Welt leben“, sagte Gutheil. Gutheil Deutschland wäre ohne Zuwanderung, ohne die Einflüsse von Personen mit Migrationshintergrund nicht „das Land, das wir heute kennen.“ Das gelte für die Kultur wie für Gesellschaft und Wirtschaft, die ohne Zuwanderung nicht die erreichten Erfolge hätte erzielen können.

Einstimmung Reaggae mit „CongahGood“.
Einstimmung Reaggae mit „CongahGood“. © Rainer Rüsch

Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese begrüßte die Entscheidung der Stadt Bad Wildungen, die Interkulturelle Woche auszurichten. Bislang war allein die Kreisstadt Korbach Gastgeberin. In Zukunft soll die Veranstaltung wechselweise in den Mittelzentren des Kreises laufen. „Gerade in dieser Zeit beschäftigt uns das Thema Flüchtlinge wieder verstärkt“, sagte Frese mit Blick unter anderem auf den Ukraine-Krieg.

„Chance zum Gespräch mit Anderen nutzen“

„Es ist gut, dass während der Interkulturellen Woche die Chance genutzt werden kann, mit Anderen ins Gespräch zu kommen, gemeinsam im Rahmen von Workshops und anderen Angeboten andere Kulturen kennen zu lernen“, unterstrich der Vize-Landrat.

Das Netzwerk für Toleranz lud am Sonntag zum Auftakt zu einer kreativen T-Shirt-Aktion in die Brunnenstraße 34 ein. Vor dem Haus gab es eine eritreische Kaffeezermonie zu verfolgen. Die Reggae-Band „ConkahGood“ und Sempre Samba unterhielten die Gäste, die sich im Demokratie-Café und an Info-Ständen zu aktuellen Themen austauschten. (Rainer Rüsch)

Das Programm der Interkulturellen Woche.

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