Kinder lernen Hundesprache

Therapiehündin Jerry im Bad Wildunger Waldkindergarten

Hündin Jerry als Spielkameradin: Die Jungen und Mädchen des Waldkindergartens der Lebenshilfe mit Erziehern vor dem Tipi, das ein großzügiger Spender finanzierte.
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Hündin Jerry als Spielkameradin: Die Jungen und Mädchen des Waldkindergartens der Lebenshilfe mit Erziehern vor dem Tipi, das ein großzügiger Spender finanzierte.

Therapiebegleithund Jerry ist tierischer Star im Waldkindergarten der Lebenshilfe in Bad Wildungen.

  • Therapiebegleithund Jerry bringt den Kindern im Bad Wildunger Waldkindergarten „Hündisch“ bei.
  • Die Australian-Sheperd-Hündin nimmt teil am turbulenten Alltag in der Kita der Lebenshilfe.
  • Erzieherin und Hundehalterin Katharina Meyfahrth arbeitet an einem Hundeführerschein für die Mädchen und Jungen.

Bad Wildungen - Die Australian-Sheperd-Hündin bereichert den Alltag und ist begehrte Spielkameradin. Ob Streicheleinheiten, Ballspiele oder ein Spaziergang an der Leine – Jerry ist immer dabei.

In Frankfurt zum Therapiebegleithund ausgebildet

„Als ich mir vor vier Jahren einen Hund holte, wollte ich nicht, dass er jeden Tag allein zu Hause bleiben muss, wenn ich zur Arbeit gehe“, sagte Erzieherin Katharina Meyfahrth. Sie lebte damals in Frankfurt und hat die aufgeweckte und kinderliebe Hündin als Therapiebegleithund ausgebildet.

Seit Februar verstärkt die 26-Jährige das Erzieher-Team in der Waldkita „Die frechen Eichhörnchen“. Hündin Jerry begleitet sie zur Arbeit und nimmt teil am turbulenten Alltag auf dem Gelände nahe des Maritim-Hotels.

„Umgang mit dem Tier lernen“

„Unser Ziel ist es, dass Kinder den Umgang mit dem Tier lernen“, sagt Meyfahrth. Gleichzeitig fördere der Vierbeiner die Entwicklung der Mädchen und Jungen. „Einige haben schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht und können wieder Vertrauen aufbauen“, berichtet Erzieher Anton Sorich, „andere wollen einfach nur den Hund streicheln und zur Ruhe kommen.“

Die fünfjährige Miriam ist jedenfalls begeistert. „Spielen mit Jerry macht richtig viel Spaß,“ beteuert sie. „Manchmal verstecke ich Leckerlis, und wenn Jerry sie nicht findet, gebe ich ihr Tipps.“

Hundeführerschein für Kinder der Waldgruppe

Meyfahrth hat noch mehr vor. Sie arbeitet an einem Hundeführerschein. Er vermittelt Wissenswertes über Pflege, Körper, Futter und Körpersprache. Jerry hilft tatkräftig mit, ihren jungen Spielkameraden die Hundesprache beizubringen.

Jeanette Uhlig, Einrichtungsleiterin von Lebenshilfe-Familienzentrum und Waldgruppe, begrüßt die tierische Unterstützung. 16 Kinder werden zurzeit betreut. Neueste Errungenschaft ist ein Tipi, das ein Spender finanzierte, der namentlich nicht genannt werden möchte. (Cornelia Höhne)

Keine Scheu: Die Fünfjährige Leticia fordert Jerry zum Ballspiel auf; links Hundehalterin Katharina Meyfahrth.

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