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Verliebt ins Detail: Bad Wildunger Zeichenkünstler zeigt in Reinhardshausen seine Werke

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Detailverliebt: Der Künstler betrachtet sein Werk.
Detailverliebt: Der Künstler betrachtet sein Werk. © Peter Fritschi

Der Bad Wildunger Künstler Marco Kerkmann stellt facettenreiche Zeichnungen in der Reinhardshäuser Wandelhalle aus.

Bad Wildungen-Reinhardshausen – Titel der Ausstellung: „Kerkmann bekennt Farbe“.Seine Werkzeuge sind Papier, Bleistifte und neuerdings auch Buntstifte. „Ich bin beeinflusst von Adolph Menzel, einem deutschen Maler, Zeichner und Illustrator“, sagt der Wildunger zu seinem Stil.

„Große Hingabe für die Zeichenkunst“

Sein Vorbild gilt als der bedeutendste deutsche Realist des 19. Jahrhunderts. „Weitere Vorbilder sind Rockefeller und amerikanische Filmstars.“ Kerkmann bevorzugt bei seinen Zeichnungen die im ausgehenden 19. Jahrhundert vorherrschenden Stile Realismus und Naturalismus.

Bürgermeister Gutheil erinnerte in der Vernissage an die erste Ausstellung des Wildungers vor zehn Jahren zum Leben des „alten Fritz“. Damals war der Künstler in schwarz/weiß unterwegs, inzwischen greift er zur Farbe.

Bei der Vernissage: Kulturamtsleiterin Lisa Beutler, Künstler Marco Kerkmann, Bürgermeister Ralf Gutheil und Stadtverordneter Dr. Hans Schultheis (von links).
Bei der Vernissage: Kulturamtsleiterin Lisa Beutler, Künstler Marco Kerkmann, Bürgermeister Ralf Gutheil und Stadtverordneter Dr. Hans Schultheis (von links). © Peter Fritschi

Lisa Beutler, Leiterin des Kulturamts und der Städtischen Museen, freute sich über die große Resonanz. Der Inhaber eines Schlüsseldienstes vereine in seinen Werken „einen scharfsinnigen Blick für das Detail, jede Menge Geduld und vor allem eine große Hingabe für die Zeichenkunst“. Die Kunstwissenschaftlerin sagte: „Schön, dass wir dieses Talent in der Wandelhalle Reinhardshausen zur Schau stellen dürfen“. Kerkmann taucht mit seinen Bleistiftzeichnungen ein ins letzte Jahrhundert. und entführt Betrachter in die 20-er, 50-er und 70-er Jahre. Bei der Vernissage erzählt er zu manchen seiner Werke eine Geschichte.

Der „Seemann beim Tätowierer“ und eine kubanische Schönheit

Das Bild „Der Seemann beim Tätowierer“ ist wie alle seine Bilder ausdrucksstark und detailverliebt. Darin lässt der Seemann die Namen seiner Verflossenen per Tätowiernadel ausstreichen.

Die Werke einzuordnen fällt aufgrund der Vielfältigkeit schwer. Assoziationen zu Carl Spitzweg, Henri de Toulouse-Lautrec und Wilhelm Busch sind aber unverkennbar. Das Bild einer elegant gekleideten kubanischen Schönheit, die einem amerikanischen Luxusmobil graziös entsteigt, ist eines seiner exzellenten Exponate.

Der Tätowierer: Eine der ausdrucksstarken Zeichnungen.
Der Tätowierer: Eine der ausdrucksstarken Zeichnungen. © Peter Fritschi

Ute Faber, Lehrerin für Deutsch und Philosophie an der Enseschule, sprach nach dem Besuch der Vernissage von „Bildern, die von einem großen Talent zeugen und zu interessanten Gesprächen inspiriert haben“. Und Galeristin Petra Kube urteilte: „ Die Zeichnungen wirken sehr lebendig und die Motive sind gut umgesetzt.“

Die Ausstellung ist bis zum 4. Dezember in der Wandelhalle in Reinhardshausen täglich von 10 bis 17 Uhr zu sehen. (Peter Fritschi)

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