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Leuchten aus im alten Landesgartenschaugelände

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Von: Matthias Schuldt

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schlecht beleuchtetes bornebachtal bad wildungen in der herbstdämmerung
Im Licht ihrer Handy-Taschenlampen tasten sich Fußgängerinnen und Fußgänger im Bornebachtal schon in der Dämmerung voran. © Matthias Schuldt

Seit mehreren Tagen ist es nach Verschwinden des letzten Tageslichtes zappenduster in Teilen des Landesgartenschau-Geländes Bad Wildungen.

Bad Wildungen – Zwischen Lindenmühle und Sonnentreppe tasten sich viele Fußgängerinnen und Fußgänger vorsichtig, hinter dem kleinen Lichtkegel ihrer Handy-Taschenlampen, die Treppenanlagen hinauf und hinunter, über die das Gelände mit der Kernstadt verbunden ist. Die LED-Laternen, die sonst das Areal die Nacht hindurch beleuchten, bleiben aber nicht etwa aus, weil die Stadt damit Energie sparen will. „Wir haben einen großen Kurzschluss“, erklärt Ralf Blümer, Leiter des Bad Wildunger Bauhofes, auf Nachfrage.

Das Team des städtischen Betriebes habe das Problem zunächst noch lösen können, indem es die Versorgung der Leuchten im Bornebachtal auf andere Leitungen umlegte. Doch kurz darauf trat der Kurzschluss erneut auf.

Vermutlich Stromkabel durch Setzungen im Boden beschädigt

„Irgendwo entlang der Strecke ist wahrscheinlich die Isolierung eines großen Kabels beschädigt, vermutlich durch Setzungen im Gelände“, erläutert der Bauhof-Leiter. In dem Fall dringe Wasser zu den stromführenden Leitungen durch und löse den Kurzschluss aus.

Der Bauhof-Leiter bittet zugleich um Geduld, da sich nicht vorhersagen lasse, wie schnell der Schaden behoben wird. „Zunächst müssen wir in Zusammenarbeit mit dem EWF durchmessen, um die Position der Beschädigung genauer zu bestimmen“, erörtert Blümer.

Materialknappheit kann Reparatur zusätzlich verzögern

Die Reparatur selbst ist ohne Einsatz von Baggern und Öffnen des Grabens nicht möglich. Ungewiss ist überdies, welches Material für die Reparatur dann benötigt wird. „Wegen der allgemeinen Knappheit kann es zu weiteren Verzögerungen kommen“, berichtet Blümer. Als Beispiel verweist er auf die kleine Baugrube, die seit Langem inmitten des Riesendammtunnels offen daliegt. Der Bauhof hätte diese Folgen einer Sachbeschädigung längst behoben, wären die benötigten Ersatzteile verfügbar.

Das komplette Abschalten der Beleuchtung im Landesgartenschaugelände mit Blick auf die Energiekrise steht nicht zur Debatte. „Die Leuchten in der Stadt werden generell in der Nacht gedimmt, um den Verbrauch zu senken“, sagt Ralf Blümer. Reines Dekorationslicht wie zum Illuminieren von Stadtkirche, Schloss oder der Brunnen werde dagegen ausgeschaltet. (Matthias Schuldt)

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