Magnet für Nordhessen

5 Millionen Euro vom Land Hessen für neues Schwimmbad in Bad Wildungen

Fünf Millionen Euro als Zuschuss: Staatssekretär Jens Deutschendorf (links) überreichte einen Bewilligungsbescheid für den Bau der geplanten Freizeitanlage Heloponte II an Bürgermeister Ralf Gutheil.
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Fünf Millionen Euro als Zuschuss: Staatssekretär Jens Deutschendorf (links) überreichte einen Bewilligungsbescheid für den Bau der geplanten Freizeitanlage Heloponte II an Bürgermeister Ralf Gutheil.

Erfreuliche Nachrichten für den Neubau des Freizeitbades Heloponte in Bad Wildungen: Das Land Hessen fördert das ehrgeizige Vorhaben mit fünf Millionen Euro.

  • Die Stadt Bad Wildungen plant den Neubau eines Freizeitbads als Nachfolgerbau des inzwischen 44 Jahre alten Schwimmbads Heloponte.
  • Die grobe Planung geht derzeit von Kosten zwischen 29 und 34,5 Millionen Euro aus.
  • Das Land Hessen unterstützt das Projekt mit 5 Millionen Euro. Staatssekretär Jens Deutschendorf erwartet mit dem Neubau einen Schub für den Tourismus in ganz Nordhessen.

Bad Wildungen – Bürgermeister Ralf Gutheil nahm den Förderbescheid am Mittwochnachmittag im Rathaus von Wirtschaftsstaatssekretär Jens Deutschendorf entgegen. „Das ist ein besonderer Tag für uns alle,“ frohlockt Gutheil.Ein über zehn Jahre dauernder Findungs- und Entscheidungsprozess münde nun in die finale Phase.

Anlage mit Charme ist in die Jahre gekommen

Die 44 Jahre alte Freizeitanlage habe noch ihren unverwechselbaren Charme, aber längst nage an ihr der Zahn der Zeit. Frühere Sicherheitsstandards seien heute nicht mehr akzeptabel. Vor einigen Jahren sei die Eisbahn geschlossen worden, weil die Reparaturkosten der Ammoniakanlage wirtschaftlich nicht mehr tragbar waren.

Immer wieder gebe es technische Pannen im Bad, die mit großem Engagement des Heloponte-Teams und rund um die Uhr mit fachlicher Unterstützung durch Ersten Stadtrat Hartmut Otto und seine Mitarbeiter behoben würden.

„Spitzenbüros im Bäderbereich“ für Architektenwettbewerb gewonnen

Nach langer Diskussion um einen Nachfolgebau haben die städtischen Gremien Pläne für ein „Heloponte II“ mit Ganzjahres-Solebecken, großzügigem Sauna-Bereich und ausgedehnten Außenanlagen auf den Weg gebracht. Zielgruppen: Naturtouristen und Familien mit Kindern. Geschätzte Gesamtkosten: zwischen 29 und 34,5 Millionen Euro. Für den geplanten Architektenwettbewerb wurden vor wenigen Tagen laut Bürgermeister Gutheil „die Spitzenbüros im Bäderbereich gewonnen“.

Die Tage der Freizeitanlage Heloponte sind gezählt: Im Außenbereich (im Bild ein Archivfoto aus 2018) ist ein Naturfreibad geplant. Das Land Hessen fördert den Neubau mit fünf Millionen Euro. ARCHIV

Im Zuge des Neubaus sollen Sonder- und Urenbach renaturiert werden, um ein Naturfreibad zu gestalten, das in dieser Größe ein Alleinstellungsmerkmal in ganz Hessen darstelle.

Anziehungspunkt für „gesamte Destination Nordhessen“

Wildungen schaffe damit im tourismusstärksten Landkreis Hessens einen touristischen Anziehungspunkt, „der die gesamte Destination Nordhessen nachhaltig bereichern wird“, betont der Staatssekretär des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen. „Das ist eine lohnende Investition in die touristische Attraktivität der ganzen Region.“

Vom Tourismus hängen landesweit 230 000 Vollzeitstellen und eine beträchtliche Wertschöpfung ab, verweist Deutschendorf. Für Bad Wildungen als Kur- und Gesundheitsstadt und drittgrößtem Rehastandort in Deutschland sei ein Bad unverzichtbar, bekräftigt der Bürgermeister. Er hoffe auf weitere Fördermittel aus anderen Töpfen.

Abriss im Frühjahr 2023 geplant

„Jetzt geht’s voran – mit hoffentlich schnelleren Schritten als im Vorprozess“, zeigt sich die Bad Wildunger Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg (CDU) zuversichtlich und sichert auch im Namen ihrer ebenfalls anwesenden Kollegen Armin Schwarz (CDU), Jürgen Frömmrich (Grüne) und Dr. Daniela Sommer (SPD) weitere Unterstützung bei Fördermöglichkeiten zu.

An der Übergabe des Bescheids nahmen auch Magistrats- und Parlamentsmitglieder, Kämmerei-Leiterin Sonja Waid und der stellvertretende Betriebsleiter des Heloponte, Werner Dierl, teil.

Nach der Planungsphase in 2022 ist im Frühjahr 2023 der Abriss vorgesehen. Die Eröffnung der neuen Freizeitanlage wird für Ende 2025 angepeilt. (Cornelia Höhne)

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