Erneutes Comeback der ehemaligen Bad Wildungerin

Handballerin Miranda Schmidt-Robben hilft beim Thüringer HC aus

Freie Bahn: In ihrem ersten Spiel bei ihrem zweiten Comeback für Bad Wildungen hat Miranda Schmidt-Robben (Zweite von links) die Neckarsulmerinnen Irene Espinola Perez (links) und Nathalie Hendrikse (Zweite von rechts) versetzt und nimmt bei der 31:35-Niederlage das Gehäuse von Torfrau Sarah Wachter ins Visier.
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Freie Bahn: In ihrem ersten Spiel bei ihrem zweiten Comeback für Bad Wildungen hat Miranda Schmidt-Robben (Zweite von links) die Neckarsulmerinnen Irene Espinola Perez (links) und Nathalie Hendrikse (Zweite von rechts) versetzt und nimmt bei der 31:35-Niederlage das Gehäuse von Torfrau Sarah Wachter ins Visier.

Miranda Schmidt-Robben gibt ihr drittes Comeback: Die langjähriges Vipers-Spielerin hilft in der neuen Saison in Thüringen aus.

Höringhausen - Miranda Schmidt-Robben lag in der vergangenen Woche im Familienurlaub auf Kreta am Strand, als ihr Handy klingelte. Als die Unterredung mit Herbert Müller, dem Trainer des Thüringer HC, beendet war, musste die langjährige Bad Wildunger Linksaußen das Gespräch erst einmal „sacken lassen“. Zuvor hatte Motivationskünstler Müller die ehemalige niederländische Nationalspielerin zu einem erneuten Comeback zu überreden versucht. „Nach langer Überlegung“ sagte Schmidt-Robben dem THC-Coach dann zu. .

Nach ihrem eigentlichen Karriereende 2018 hatte die 34-Jährige schon zweimal bei der HSG ausgeholfen, zuletzt als sie nach dem Kreuzbandriss von Alina Otto zwischen Januar und April 2021 acht Spiele (26 Tore) für die Vipers bestritt. „Danach war für mich klar, dass endgültig Schluss mit dem Handball ist“, sagt Schmidt-Robben. Doch Müllers Anruf und der Reiz noch einmal für ein deutsches Spitzenteam auch international zu spielen, „das fehlt mir noch in meinem Lebenslauf“, ließen die Blondine umdenken. „Wenn der beste deutsche Verein des letzten Jahrzehnts anfragt, dann kommt manchmal das Karrierehighlight eben erst nach der Karriere“, sagt ‘Miri´.

Mit ihrer Verpflichtung reagierte der THC auf die verletzungsbedingten Ausfälle der beiden Linksaußen Kim Braun (Bänderriss im Fuß) und der japanischen Nationalspielerin Yuki Tanabe, die sich ein Band in ihrem rechten Ellenbogen angerissen hat. Wie lange die beiden Neuzugänge ausfallen werden, ist noch nicht absehbar.

„Die Verpflichtung von Miranda, die mir auch wegen ihres Kampfgeistes immer schon gefallen hat, ist für uns die beste Lösung“, sagt Müller und ist vom Leistungsvermögen der zweifachen Mutter überzeugt. „Ich weiß, dass Miranda eine Top-Linksaußen in der Bundesliga sein wird. Als Athletiktrainerin ist sie immer noch topfit. Sie wird uns als bedingungslose Arbeiterin mit ihrer Schnelligkeit sehr helfen wird, bis Kim und Yuki wieder fit sind“, fügt der THC-Trainer noch an und bedankte sich auch bei Schmidt-Robbens Familie für die Unterstützung.

Abschiedsspiel gegen Vipers?

Von Donnerstag bis Samstag soll die Mutter der Söhne Leo (sechs Jahre) und Jari (2), die mit Vipers-Physiotherapeut Thomas Schmidt verheiratet ist und in dessen Praxis in Höringhausen als Fitness- und Personaltrainerin arbeitet, ab heute Abend nun in Thüringen weilen, um beim THC auszuhelfen.

„Es musste natürlich alles organisatorisch passend gemacht werden, damit Familie, Job und Handball trotzdem noch unter den bekannten Hut passen, aber das haben wir ganz gut hingekriegt, denke ich. Ich hoffe, dass der Rost schnell verfliegt und ich dem THC auf Linksaußen, solange die anderen noch verletzt sind, weiterhelfen kann“, sagt die Linksaußen, die von 2007 bis 2009 für Borussia Dortmund spielte.

„Ich freue mich, den Bundesliga-Alltag noch einmal mit einem komplett neuen Team und Umfeld zu erleben und möchte gerne einen kleinen Teil zur Erfolgsgeschichte des THC beitragen“, fügte die 92-fache Nationalspielerin (29 Treffer) an, die 2005 mit den Niederlanden bei der Weltmeisterschaft in Russland Fünfte geworden war.

Den Spielplan des THC hat Schmidt-Robben inzwischen schon genau studiert und würde sich freuen, wenn sie beim Gastspiel der Vipers beim Vierten der Vorsaison am 30. Oktober 2021 in Bad Langensalza dann schon „endgültig“ ihr „letztes Spiel“ bestreiten könnte, während das Rückspiel in Bergheim erst am 2. April 2022 terminiert ist. (jh)

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