Vöhl, Edertal, Frankenau und Bad Wildungen können Titel tragen

Bad Wildungen und Co. können nun Nationalparkstadt werden

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Einrichtung am Nationalpark: Der Wildtierpark in Edertal. 

Waldeck-Frankenberg. Der Nationalpark Kellerwald-Edersee ist längst ein Erfolg. Das könnte sich bald auch in den Namen von vier Kommunen widerspiegeln. Bad Wildungen würde zur Nationalparkstadt.

Die vier Kommunen Vöhl, Edertal, Bad Wildungen und Frankenau dürfen künftig die Bezeichnung „Nationalparkstadt“ oder „Nationalparkgemeinde“ tragen. Das Innenministerium in Wiesbaden hat dafür grundsätzlich grünes Licht gegeben. Ob der Namenszusatz genutzt wird, entscheiden letztlich die örtlichen Parlamente.

Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert hatte bereits im vergangenen Herbst in Wiesbaden angefragt, ob die Gemeinde Vöhl einen solchen Namenszusatz bekommen könne. Damals wurde das Ansinnen abgelehnt. Begründung: Nicht nur die Gemeinde Vöhl liege am Nationalpark und beteilige sich mit Flächen, sondern auch andere Städte und Gemeinden. Der Park sei also keine alleinige Vöhler Eigenart.

In Vöhl-Herzhausen gibt es das Nationalparkzentrum.

Erneut angestoßen wurde das Thema dann in einer Sitzung des Nationalparkbeirats in diesem Jahr. Die Bürgermeister aus Vöhl, Bad Wildungen, Edertal und Frankenau waren ebenso dabei wie Umweltministerin Priska Hinz. Sie signalisierte Zustimmung ihres Hauses und versprach, sich bei Innenminister Peter Beuth für die Verleihung des Zusatzes an alle vier Kommunen stark zu machen.

Pluspunkt für Kommunen

Auch die CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg hatte Beuth kontaktiert und sich für die Verleihung ausgesprochen. Für die vier Städte und Gemeinden sei das ein Aushängeschild, sagt sie, „das bringt uns sicher voran“. Auch touristische Betriebe würden sich sicher darüber freuen, so Ravensburg.

Nun kam aus dem Innenministerium das Okay. „Das Ministerium sieht einen gemeinsamen Pluspunkt für alle vier Kommunen“, sagt Stappert. „Das ist ein tolles Alleinstellungsmerkmal.“ Nach außen könne man damit zeigen „Wir gehören zum Nationalpark und der Nationalpark gehört zu uns“, nach innen sei das identitätsstiftend. Auch die Bürgermeister Klaus Gier (Edertal) und Björn Brede (Frankenau) freuen sich über die Chance zum Namenszusatz. „Der Nationalpark hat Strahlwirkung“, sagt Gier. Er stehe der Bezeichnung sehr positiv gegenüber, letztlich entscheide aber das Parlament. Dass das eine enge Bindung an den Nationalpark habe, sagt Björn Brede. Er geht von einer positiven Entscheidung der Stadtverordneten aus. Brede freut sich über die Zustimmung aus Wiesbaden. „Wir sind Nationalpark“, sagt der Bürgermeister. Der Namenszusatz ermögliche eine tolle Werbung.

Bad Wildungen ist Sitz des Nationalparkamts.

Dass die Bezeichnung „Nationalparkstadt“ „sehr wertvoll sein“ könne, sagt Wildungens Bürgermeister Volker Zimmermann. „Wir werden dies im Stadtmarketing und in den Gremien ausführlich beraten.“ Dabei würden auch die bisherigen Markenüberlegungen eine Rolle spielen.

Die Parlamente müssen einmütig entscheiden, die Bezeichnung zu führen, sagt Michael Schaich, Sprecher des Innenministeriums. Das bedeute keine Einstimmigkeit, der Beschluss solle jedoch „von einer breiten gesellschaftlichen Mehrheit“ getragen werden.

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