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Nicht zu viel nachdenken: Wildunger Vipers starten in Metzingen in die Saison

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Sprung in die Saison: Die Wildunger Vipers haben zum Bundesligastart in Metzingen eine hohe Hürde vor der Brust. Verena Oßwald zeigt gegen Katarina Pandza (rechts) und Marte Juuhl Svensson schon mal wie man darüber kommen könnte.
Sprung in die Saison: Die Wildunger Vipers haben zum Bundesligastart in Metzingen eine hohe Hürde vor der Brust. Verena Oßwald zeigt gegen Katarina Pandza (rechts) und Marte Juuhl Svensson schon mal wie man darüber kommen könnte. © malafo

Das erste Saisonspiel ist vielleicht das schwerste von allen. Keiner weiß so richtig, wo er steht und ob die Früchte der Vorbereitung schon so früh geerntet werden können.

Bad Wildungen – Für den Kleinen besteht daher auch im ersten Spiel eine gute Möglichkeit, dem Großen ein Beinchen stellen. Genau diesen Ausfallschritt möchten die Handballerinnen der Bad Wildunger Vipers morgen Abend (19.30 Uhr) in Metzingen zu gern machen. Auf dem Papier hält das TuS-Team mit ihrem neuen österreichischen Trainer Werner Bösch natürlich alle Trümpfe in der Hand.

Metzingen ist aber nicht nur sportlich ein guter Ort für einen Saisonstart. Vipers-Trainerin Tessa Bremmer mag auch das Drumherum bei der Turn- und Sportvereinigung. „In Metzingen ist immer eine geile Stimmung, wir spielen in einer schönen, großen Halle, viele Leute sind vor Ort, da erleben vor allem unsere jungen Spielerinnen gleich am Anfang, wie sich eine richtig gute Bundesligastimmung anfühlt.“

Vipes haben nichts zu verlieren

Und die Vipers haben dort auch nichts zu verlieren. „Wir treffen auf eine Mannschaft gegen die wir einigermaßen mithalten können, deswegen aber gegen die wir nicht chancenlos sind.“

Die Trainerin hofft, dass ihre Spielerinnen genau die richtige Spannung für diese Begegnung aufbauen werden und vor allem die jungen bei ihrem ersten Bundesligaspiel einen nicht zu großen Druck verspüren. Laut Bremmer sah das im Training die Woche über recht gut aus, ein gute Mischung aus Konzentration und guter Stimmung.

Die Vorbereitungsphase lief für die Vipers gut, niemand hat sich verletzt und sie gingen in vielen Testspielen als Siegerinnen vom Platz. „Das zählt jetzt alles nicht mehr“, betont die Trainerin, die aber trotzdem sagt, dass ihre Mannschaft mit den sechs Neulingen in den drei Monaten „viele gute Schritte nach vorn gemacht habe. Sie freut sich besonders, dass „wir gegenüber dem Vorjahr mit mehr Freude Handball spielen, lockerer und auch mutiger auftreten“.

Metzingen hat ebenfalls viele neue Spielerinnen unter anderem Lea Schüpbach, die in der vergangenen Saison noch bei den Vipers im Tor stand. Vipers-Neuzugang Julia Symanzik feiert hingegen ein Wiedersehen mit ihren Metzinger Kolleginnen „Die meisten kannte ich schon, aber nach der Vorbereitung sollte ein Trainer natürlich alle Spielerinnen des Gegners kennen, es wäre schlecht, wenn nicht“, sagt Bremmer.

Metzingen schwerer auszurechnen

Der bedeutendste Neuzugang in Metzingen ist die ehemalige Nationalspielerin Julia Behnke. Mit der Kreisläuferin hat sich nach Ansicht von Bremmer das TuS-Team vor allem in der Abwehr deutlich verstärkt. Durch den neuen Trainer habe sich das Spiel schon ein wenig verändert, auch taktisch.

„Metzingens ist auch schwerer auszurechnen, denn sie haben sehr unterschiedliche Spielerinnentypen, nicht mehr nur gute Shooter im Rückraum, sondern es sind auch kleine, wuselige Spielerinnen dazu gekommen“, sagt Bremmer. Bei den Wildunger steht Emma Ruwe nach ihrem Fingerbruch im Kader. „Es ist nicht einfach für sie, weil sie die Vorbereitung nicht mitmachen konnte. Deshalb weiß ich nicht, welche Rolle sie im Moment spielen kann, sie macht aber im Training gute Fortschritte.

Anouk Nieuwenweg wird in Metzingen wegen anhaltender Knieprobleme nicht spielen. Bremmer hofft, dass ihre Mannschaft frech und unbefangen, mit Spaß und viel Tempo auftreten wird. Und sie legt noch einen weiteren Schlüssel zum Erfolg auf den Tisch: „Vielleicht auch nicht zu viel nachdenken.“

Oßwald und Ingenpaß unter Kontrolle bringen

Die Trainerstimme bei den Handballerinnen der TuS Metzingen ist wieder männlich. Werner Bösch (36) hat Edina Rott abgelöst. Jung, hungrig und sie will immer Gas geben. So beschreibt der Österreicher seine neue Mannschaft.

Er gibt zu, dass er sich noch nicht von A bis Z in der Bundesliga auskennt, aber er müsse auch nicht jedes Detail über jede Mannschaft wissen, weil „wir auch viel auf uns schauen wollen“, sagt der Coach, der zuletzt die Männer des Schweizer Zweitligisten HSC Kreuzlingen betreut hat.

„Aber über Bad Wildungen kann ich schon einiges sagen.“ Ja, dann mal los: „Wenn Torfrau Manuela Brütsch keinen guten Tag erwischt und wir Verena Oßwald und Annika Ingenpaß kontrollieren, werden wir das Spiel gewinnen.“Bösch hat den kommenden Gegner auch schon gesehen, beim Turnier in Bensheim gewann er mit Metzingen das Spiel um Platz drei gegen Wildungen 27:22.

Überhaupt geht dieser Mann mit klaren Worten angenehm forsch ans Werk: „Klar, die Partie beim Turnier in Bensheim war nur ein Trainingsspiel, aber wenn wir diese Leistung auch beim ersten Heimspiel wieder auf die Platte bringen und es schaffen, die Nervosität zu kontrollieren, die sicher da ist beim ersten Saisonspiel, dann bin ich davon überzeugt, dass wir Bad Wildungen schlagen werden.“ (rsm)

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