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Bad Wildungen: Patenschaften für das Landesgartenschaugelände geplant

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Von: Cornelia Höhne

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Zeichen bürgerschaftlichen Engagements: Die Geburtsbaumallee im Landesgartenschaugelände; Sybille Franke hat dieses Foto während der Blüte im Frühjahr aufgenommen.
Zeichen bürgerschaftlichen Engagements: Die Geburtsbaumallee im Landesgartenschaugelände; Sybille Franke hat dieses Foto während der Blüte im Frühjahr aufgenommen. © pr

Das ehemalige Landesgartenschaugelände in Bad Wildungen soll durch Patenschaften attraktiver gestaltet werden.

Bad Wildungen – Die Landesgartenschau in 2006 hat den Kurpark erheblich erweitert, das Gelände lockt zu allen Jahreszeiten zum Spaziergang durch gepflegte Parklandschaft.

Aber 16 Jahre nach dem Blumenfest ist von dem früheren Charme nicht mehr viel zu spüren. Das Stadtparlament greift deshalb den Vorschlag der Freien Wähler auf, mit Patenschaften neue Akzente zu setzen.„Blumen sind Wiesen gewichen, der Pavillon der Schlossquelle fristet ein Schattendasein, und das Labyrinth ist nur noch zu erahnen“ – so skizziert Kira Hauser (FW) in der Parlamentssitzung den aktuellen Zustand.

Gutes Beispiel: Geburtsallee mit 100 Bäumen

Die private Initiative der Familie Weste, Geburtsbäume zu pflanzen, stieß indes auf reges Interesse. „Um die 100 Bäume stehen dort inzwischen, ein Zeichen dafür, dass genauso viele Bad Wildunger bereit sind, sich zu engagieren für die Natur und für ihre Stadt“, sagt die Stadtverordnete.

Die Freien Wähler schlagen vor, Teile des Geländes an interessierte Bürger in Form von Patenschaften zu überlassen, Teile der Wiesen den Kliniken oder Schulen anzubieten als Raum für Projekte und Bildung in der Natur. Das Gelände würde so zu einem attraktiven, lebendigen und ein gern besuchten Bürgerpark.

Sorge vor Vandalismus

Für die CDU begrüßt Andrea Spangenberg den Vorschlag. „Wir finden das ganz toll und denken, dass das klappen könnte.“ Leider habe sich der Verein, der sich nach der Landesgartenschau mit großem Engagement um die Pflege vieler Bereiche gekümmert habe, vor einigen Jahren aufgelöst. Positives Echo kommt auch von der FDP: „Eine gute Idee,“ sagt Bernd Zimmermann. Das Landesgartenschaugelände biete sich geradezu an, auch die Bürger mehr einzubinden.

Unterstützung signalisiert auch die SPD unter dem Vorbehalt, dass der gewünschte Gesamteindruck dabei im Fokus steht. Walter Mombrei dämpft indes die Euphorie mit Blick auf Vandalismusschäden der vergangenen Jahre. „Deswegen wurden auch schon Schrebergärten in dem Gelände aufgegeben.“

Thomas Buch (Grüne) hingegen hegt Bedenken, wenn an vielen Orten einzelne Flächen ausgewiesen werden. Wenn „Paten sich nach eigener Vorstellung ausleben, würde das die Gesamtstruktur erheblich stören“. Die Gartenschau war auch eine gartenarchitektonische Anlage mit einem bestimmten Ziel, führt Buch weiter an. Statt allein bunte Blumenrabatten anzulegen würden dabei auch moderne Konzepte umgesetzt.

Verwaltung erarbeitet Konzept

Die FW vertraue der Stadtgärtnerei und der Verwaltung, dass gestalterische und ökologische Aspekte im Fokus stehen, sagt Hauser in ihrem Schlusswort.

Einstimmig, bei fünf Enthaltungen der Grünen, wird die Verwaltung beauftragt, einen Vorschlag zu erarbeiten, damit künftig Privatpersonen und Unternehmen Patenschaften für Teile des Geländes aber auch andere gärtnerischer Bereiche in der Stadt übernehmen können. (Cornelia Höhne)

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