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„Bad Wildungen putzt sich raus“: Kinder basteln 2000 Fähnchen zur Markierung von Hundekotkaufen

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Pfui: Herrchen und Frauchen sollten die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner eintüten, sagen diese Kinder. In Kindertagesstätten wurden 2000 Fähnchen gebastelt, um „vergessenen“ Hundekot zu markieren.
Pfui: Herrchen und Frauchen sollten die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner eintüten, sagen diese Kinder. In Kindertagesstätten wurden 2000 Fähnchen gebastelt, um „vergessenen“ Hundekot zu markieren. © Kita Altwildungen/pr

Die Vorbereitungen für die erste Aktionswoche „Bad Wildungen putzt sich raus“ haben begonnen.

Bad Wildungen – Rund 250 Kinder aus den städtischen Kindergärten in Altwildungen, Odershausen und Webers-Kita aus der Kernstadt haben 2000 Fänchen gebastelt und mit kernigen Sprüchen versehen. Mit Kommentaren wie „Igitt“, „Ach du Kacke“ und Herrchen gesucht“ soll nicht ordnungsgemäß entsorgter Hundekot in Stadt und Stadtteilen markiert werden.

Ordnungsamt: Wer Kot nicht beseitigt, handelt rücksichtslos

Das Ordnungsamt hatte die Hundehalter im Vorfeld bereits angeschrieben: „Viele Hundehalter und -halterinnen verhalten sich vorbildlich, führen beim Gassi-Gehen mit ihrem geliebten Hund eine Hundetüte mit. Eigentlich sollte dieses eine Selbstverständlichkeit sein. Leider ist es das nicht.“

Zu viele Hundehalter lassen die Hinterlassenschaften ihrer Tiere einfach liegen. Das sei rücksichtslos – gegenüber Kindern, die auf Wegen und Grünflachen spielen und Passanten, die unverschuldet in den Hundekothaufen hineintreten. Die Allgemeinheit habe die Kosten der Beseitigung zu tragen.

Rücksichtslos sei es auch gegenüber denjenigen die den Kot entfernen müssen und gegenüber Bürgern, denen der Dreck bei der Arbeit mit Rasenmäher und Trimmer um die Ohren fliege. Das Ordnungsamt appelliert verstärkt an alle Mitbürger, Zivilcourage zu zeigen und Fehlverhalten anzuzeigen.

Fähnchen im Rathaus und über die städtische Homepage

Im Rahmen der Aktionswoche „Bad Wildungen putzt sich raus“ vom 19. bis 26. März werden Hundekothaufen von Vereinen und ehrenamtlich engagierten Mitbürgern markiert und öffentlich sichtbar gemacht. Im Anschluss werden die Kothaufen eingesammelt und entsorgt.

Bürgermeister Ralf Gutheil appelliert an alle Wildunger: „Sollte Ihnen das Problem ebenfalls so sehr wie uns stinken, können Sie entsprechende Fähnchen anfordern und sich an der Aktion beteiligen.“ Die Fähnchen sind auch digital über die städtische Homepage abrufbar.

Mit der Aktionswoche folgt die Kernstadt dem positiven Beispiel der Stadtteile. Verteilt über eine Woche sind öffentliche Müllsammelaktionen unter Beteiligung der Bürger vorgesehen. Nicht zuletzt das Ergebnis der Kompass-Umfrage habe gezeigt, dass die Sauberkeit in der Stadt die Bürger sehr beschäftige. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen sei dieses Thema für das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung wichtig.  

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