Quellen sind zu teuer

Bad Wildungen möchte Brunnen von Kleinern loswerden

Vor zehn Jahren: Mit einem Gottesdienst wurde das 100-jährige Bestehen des damals frisch renovierten Dorfbunnen-Hauses in Kleinern gefeiert. Foto:  nh

Edertal/Bad Wildungen. Die Bad Wildunger Kraftwagenverkehrs- und Wasserversorgungsgesellschaft (BKW) bietet der Gemeinde Edertal den Kauf des Dorf- und Mühlenbrunnens sowie der Bathildisquelle in Kleinern an.

Einer der Hauptgründe sind nach Auskunft von Geschäftsführer Stephan Tent die laufenden Unterhaltungskosten.

„Die Quellen müssen wir außerordentlich oft beproben lassen, weil sie immer wieder mikrobiologisch umkippen. Das kostet jedes mal viel Geld“, berichtet der Geschäftsführer des städtischen Unternehmens.

Keime im Wasser

Der Grund für immer wiederkehende Verkeimungen sei die Oberflächennähe der drei Quellen. Sobald Keime im Wasser festgestellt würden, müssten die Brunnen gesperrt werden. Erst wenn mikrobiologische Untersuchungsergebnisse ohne Beanstandungen seien, könnten die Nutzungsverbote wieder aufgehoben werden.

„Wir haben in den zurückliegenden Jahren viel Geld in die drei Anlagen gesteckt, auch wenn die Quellen keine staatliche Anerkennungen besitzen“, sagt Tent. Darüber hinaus sei absehbar, dass sie irgendwann aus dem Quellenschutzgebiet herausgenommen würden.

„Die Stadt Bad Wildungen ist im Besitz der Quellen in Kleinern. Sie werden zurzeit auch noch von der Stadt bewirtschaftet. Jedoch hat sie der Gemeinde signalisiert, den Betrieb der Quellen einzustellen und der Gemeinde den Kauf angeboten. Für den Ankauf der Quellen werden rund 40 000 Euro benötigt“, heißt es in der Satzung der Gemeinde Edertal für das kommende Haushaltsjahr. Über die Höhe des Preises wollte sich Stefan Tent im Gespräch mit der HNA nicht äußern.

„Es geht da nicht nur um die Quellen, sondern auch um Wiesen- und Ackergrundstücke“, gibt er zu bedenken.

Von Uli Klein

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