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Radwege zur „Gesundheit“: Bad Wildunger Teil des Großprojekts „Green Trails“ vorgestellt

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Von: Matthias Schuldt

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Reha-Patienten aus den Wildunger Kliniken stehen im Fokus hinsichtlich der Gestaltung des Green Trail-Parks im Stadtwald. Der leicht gehaltene Rundkurs mit speziellen Elementen soll ihnen die Möglichkeit bieten, gezielt den Gleichgewichtssinn auf dem Pedelec zu trainieren, um etwa nach OPs Sportfähigkeiten zurück zu erlangen.
Reha-Patienten aus den Wildunger Kliniken stehen im Fokus hinsichtlich der Gestaltung des Green Trail-Parks im Stadtwald. Der leicht gehaltene Rundkurs mit speziellen Elementen soll ihnen die Möglichkeit bieten, gezielt den Gleichgewichtssinn auf dem Pedelec zu trainieren, um etwa nach OPs Sportfähigkeiten zurück zu erlangen. © Matthias Schuldt

„Gesundheit“ ist das Schwerpunktthema: Vertreter des Landkreises und der Stadt haben in der Wandelhalle die Pläne für den „Green Trail“ in Bad Wildungen vorgestellt.

Bad Wildungen – In vielen Köpfen in Waldeck-Frankenberg kreisen falsche Vorstellungen vom Projekt der „Green Trails“: irreführende Bilder von E-Mountainbike-Sportlern, die in Trupps und hohem Tempo durch Wald und Flur sausen. Auf dieses grundsätzliche Missverständnis wiesen Vertreter des Landkreises und der Kurstadt hin, als sie in der Wandelhalle die Grundidee für den Bad Wildunger Beitrag zum neuen Erlebnisangebot vorstellten.

Speziell der Wildunger Green-Trail-Park mit seinem Schwerpunktthema „Gesundheit“ verdeutliche, dass „wir mit diesem europaweit einzigartigen Konzept Familien und andere, normale Pedelec-Fahrer zwischen fünf und 99 Jahren ansprechen“, erklärte Matthias Schäfer, Green-Trail-Verantwortlicher und Leiter des Fachdienstes Sport und Jugendarbeit beim Landkreis. Wer meterweit springen und Downhill fahren wolle bei 10 bis 15 Prozent Gefälle, der sei in eingeführten Mountainbike-Sportparks wie in Willingen, Winterberg oder Schmallenberg an der richtigen Adresse.

„Bei uns lautet die Devise dagegen Nature, ride, relax“, ergänzt Tanja Reitmaier vom Zweckverband „Green Trails“. Übersetzt bedeutet das Motto „Natur, radfahren, entspannen“. „Wir legen dazu neue Rundkurse in den beteiligten Kommunen an. Dafür wird Gelände behutsam modelliert“, erläuterte Landrat Jürgen van der Horst. In Arbeitstechnik „homöopathischer Art“, ohne Befestigungen, entstehen hügelige, kurvige Rundkurse, die mit normalem, fahrerischen Können zu bewältigen sind.

Die Strecken werden als Einbahnstraßen ausgewiesen und zusätzlich zu bestehenden Spazier- und Wanderwegen eingerichtet, die sie allenfalls an einigen Punkten kreuzen, passend beschildert. Die Green Trails sind allein Radlern und Pedelec-Fahrern vorbehalten und gesperrt für Fußgänger, Reiter und alle anderen, die in Wald und Feld Erholung suchen.

„Zwischen den Green Trails nutzen auch deren Besucher natürlich die bestehenden Wegeverbindungen“, fügt van der Horst hinzu: „Allerdings darf man sich das nicht so vorstellen, dass die Gäste mehrere solcher Trails an einem Tag abfahren.“ Die meisten nähmen sich sicher einen oder höchstens zwei pro Tag vor.

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