Tag der Städtebauförderung: Bewusstsein für Handicaps schärfen

Im Rollstuhl über eine hohe Kante: Maria Allmeroth hilft ihrer Mitschülerin Alicia Handrock vom Werner-Wicker-Bildungszentrum in der Brunnenallee über eine hohe Kante. Fotos: Senzel

Bad Wildungen. Am ersten bundesweiten „Tag der Städtebauförderung" beteiligten sich mehr als 570 Städten und Gemeinden - auch die Stadt Bad Wildungen.

Ziel des Aktionstages ist es, so der Wildunger Stadtplaner Robert Hilligus, die kommunalen Projekte der Öffentlichkeit vorzustellen, die mit öffentlichen Mitteln ermöglicht wurden.

Viele interessierte Bürger waren in die Brunnenstraße vor das Haus Österreich gekommen, wo die Stadt gemeinsam mit Schülern des Werner-Wicker-Bildungszentrums, des Asklepios Bildungszentrums für Gesundheitsberufe Nordhessen, des Mehrgenerationenhauses und Mitarbeitern des Projekts „Begleitung für pflegende Angehörige“ über die Barrierefreiheit in der Innenstadt informierte.

Hilligus: „Wir haben hier einen Stadtraum geschaffen, der für alle ansprechend und komfortabel ist und Atmosphäre vermitteln soll.“ Jetzt gelte es, Bewusstseinspflege zu betreiben. Aus diesem Grund habe sich die Stadt auch am „Tag der Städtebauförderung“ mit Informationen und Aktionen beteiligt. Auf einem kleinen Rundgang erläuterte Robert Hilligus einzelne Details wie Klopfkanten und Nullabsenkungen, rollstuhlgerechte Spielgeräte, Stehhilfen an der Bushaltestelle Treffpunkt sowie Aufmerksamkeits- und Orientierungsflächen, die vielen Bürgern bisher so nicht bekannt waren. Eigene Erfahrungen konnten die Besucher mit einem Alterssimulationsanzug, Rollstühlen und Blindenstöcken machen.

Übungsrundgang angeregt

Auf einem Fragebogen konnten Kritik und Anregungen vermerkt werden. Eine dieser Anregungen: Blinde und Sehbehinderte zu einem Informations- und Übungsrundgang durch die Innenstadt einzuladen. Hilligus griff das sofort auf: „Wir werden uns darum kümmern.“ (zcm)

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