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Manderner „Storchengeflüster“: Freude über ersten Bruterfolg

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Die Besuchergruppe am Manderner Storchenhorst: Von links Ernst Möller (Wir für Mandern) und Thomas Kraft (Die Storchenflüsterer), von rechts Wolfgang Lübcke (NABU) und Mathias Biederbeck (Ortsvorsteher).
Die Besuchergruppe am Manderner Storchenhorst: Von links Ernst Möller (Wir für Mandern) und Thomas Kraft (Die Storchenflüsterer), von rechts Wolfgang Lübcke (NABU) und Mathias Biederbeck (Ortsvorsteher). © Hermann Sonderhüsken

Mitglieder des Vereins „Wir für Mandern“ und der neu gebildeten Gruppe „Die Storchenflüsterer“ trafen sich am Storchenhorst des Bad Wildunger Stadtteils Mandern zu einem Informationsbesuch.

Bad Wildungen-Mandern – Das in 2015 hergerichtete Nest auf einem Mast wurde in diesem Jahr erstmals von einem Storchenpaar angenommen.

Nach der Begrüßung durch Thomas Kraft würdigte Wolfgang Lübcke vom NABU Edertal das Engagement all derer, die dazu beigetragen haben, dass sich viele Manderner – Klein und Groß – über ihre Störche freuen. Dem Dank schloss sich auch Ortsvorsteher Mathias Biederbeck im Namen des Ortsbeirats an.

Nistangebot in 2015 in Mandern errichtet

Auf Anregung von Ernst Möller war das Nistangebot im Juli 2015 errichtet worden. Unterstützt wurde das durch den Verein „Wir für Mandern“, die Stadt Bad Wildungen, die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF), die örtliche Feuerwehr und den Metallbau Weinert. Die Baggerarbeiten übernahm Gerd Ewald.

Trotz des günstigen Standorts mit vielen Wiesen im Umfeld dauerte es sieben Jahre, bis dieser Brutplatz von einem Storchenpaar angenommen wurde. Dazu beigetragen hat eine Aktion von sechs Mitgliedern der Gruppe „Die Storchenflüsterer“, unterstützt von zwei Mitarbeitern des städtischen Bauhofs.

Für weitere Ansiedlungen im unteren Edertal das Nahrungsangebot vermutlich zu knapp

Es wurde eine neue Nestunterlage auf den Masten gebracht und deren Markierung mit Kalkfarbe diente dazu, den Störchen den Eindruck zu vermitteln, dass der Horst schon einmal benutzt worden und somit für die Vögel attraktiv sei. Als Dank überreichte Lübcke allen Teilnehmern ein Exemplar des neuen Fotobandes von Hermann Sonderhüsken „Die Edertaler Störche“.

Lübcke sagte: „Wir freuen uns mit den Mandernern über ihre Störche. Für weitere Ansiedlungen im unteren Edertal dürfte allerdings das Nahrungsangebot zu knapp sein.“ Gerade in diesem Jahr gebe es wenig Mäuse und aufgrund der langen Trockenheit seien auch Regenwürmer als Hauptnahrung für die gerade geschlüpften Jungen knapp gewesen. Aufgrund der Beobachtungen zum Verhalten der Störche gibt Hermann Sonderhüsken das Schlüpfdatum der Jungstörche für den 17. Mai an. Aktuell füttert das Storchenpaar zwei Junge im Horst.

In Hessen 1000 Brutpaare

Kreisweit – so Lübcke – hat sich die Zahl der Stochenpaare in Waldeck-Frankenberg im Vergleich zum Vorjahr von drei auf sechs verdoppelt. Dass sei auch auf den enormen landesweiten Anstieg mit über 1000 Brutpaaren zurückzuführen. Alle Storchenpaare im Kreisgebiet haben Nachwuchs, maximal drei Junge.

Bei einem anschließenden Umtrunk in der „Edermuschel“ drehten sich die Gespräche immer wieder um die Manderner Störche. In einer Bildmappe hatte Ernst Möller dazu alle Aktivitäten dokumentiert.

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