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TuSpo-Elf findet gute Wege: Mengeringhausen 3:0 Derbysieger gegen Bad Wildungen

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Jubelnder fußballer
Die Faust geht nach oben: Denny Benndorf (2.v.r.) hat soeben das 3:0 für Mengeringhausen erzielt. Den Wildungern Tom Windhausen und Norayr Jalilyan (rechts) bleibt nur die Zuschauerrolle. © malafo

Der TuSpo Mengeringhausen gibt ein beachtliches Lebenszeichen von sich und gewann das Gruppenliga-Derby bei der SG Bad Wildungen/Friedrichstein mit 3:0.

Bad Wildungen – Wenn die beste Saisonleistung auf einen schwarzen Tag trifft, dann ist der Leistungsunterschied noch größer. So sah der TuSpo Mengeringhausen nie wie das Tabellenschlusslicht aus und die Badestädter sahen in 80 von 90 Minuten gar nicht erst wie ein Gruppenligist aus.

SG-Trainer Jan Leimbach wusste direkt nach dem Spiel auch keine genaue Ursache, warum bei seiner Mannschaft „die gesamten Abläufe nicht geklappt haben“. Auf der anderen Seite hatte die Elf von Spielertrainer André Gutmann meist eine gute Ordnung und während der 90 Minuten fast immer ein Bein oder einen Kopf im Spielaufbau der Gastgeber.

Der Anfang der Wildunger Niederlage begann in der 17. Minute als der Ball nach einem Freistoß auf Henry Hosse flog, der legte den Ball per Kopf überlegt auf Tim Sommer ab und dessen Schuss aus rund 13 Metern saß.

Coach Leimbach wunderte sich von Minute zu Minute mehr, warum seine Mannschaft auch so still und wortkarg daher kam. Ein Schrei von der Auswechselbank war noch die lauteste Wildunger Attacke: „Jungs, fahrt endlich hoch, Körpersprache, Körpersprache.“ Aber auch die Körper wollten an diesem Tag nicht reden. Das Spiel im letzten Drittel war nicht einmal ihr Problem, sondern bereits das Spiel im vorletzten Drittel, wollte nicht klappen.

Statt Kurzpasspiel flogen aus Verlegenheit und läuferischer Schwäche fast nur lange Bälle in die TuSpo-Spielhälfte. Bei den Mengeringhäusern ging in Halbzeit eins viel über die linke Seite, aber das 2:0 fiel durch einen Angriff aus dem Zentrum. Daniel Sinemus spielte in der 39. Minute einen präzisen Pass in die Schnittstelle der Wildunger Kette auf Dominik Lüdke, der drehte sich und schob den Ball überlegt am herausstürmenden Torwart Mario Wörmann vorbei ins Netz.

Fünf gute Bad Wildunger Minuten

Nach dem Wechsel hatten sich die Wildunger viel vorgenommen, innerhalb von fünf Minuten verpassten Björn Schnedler und Eugen Ruf die Möglichkeit, den Anschlusstreffer zu erzielen. Das verhinderte Torwart Moritz Foell. Trainer Leimbach war endlich zufrieden mit dem, was er da auf dem Rasen sah. Diese Herrlichkeit war aber nach fünf Minuten schon wieder verflogen. Und spätestens nach einem schönen Schlenzer von Sven Schwedes (52.), der nur um Zentimeter das Tor verfehlte, hatte Mengeringhausen seine Dominanz zurückerobert.

„Das war heute unser bestes Saisonspiel, vor allem in der zweiten Halbzeit“, lobte Gutmann. Und sein Team krönte diese gute Leistung mit dem 3:0 als der Ball in der 58. Minute nach einer Ecke durch viele Beine und den Fünfmeterraum rutschte und am lange Pfosten sagte Denny Benndorf Dankeschön. Die Wildunger blieben ihrer unfreiwilligen Spielidee auch in den letzten 30 Minuten treu: alles viel zu harmlos. Dazu passte auch die gelb-rote Karte kurz vor Schluss, die Tom Windhausen für sein Foul an Gutmann sah.

Während Leimbach alles dafür tun wird, dass seine Spieler diesen schwarzen Tag schnell vergessen werden, hofft Gutmann, das seine Kicker ihre beste Saisonleistung künftig in Serie abliefern können. (rsm)

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