"Heiliger Abend" überrascht die Gäste

Viehmarkt in Bad Wildungen: Bürgermeister Zimmermann lüftet Geheimnis über seine Zukunft

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Der Spielmannszug der Feuerwehr gab am "Heiligen Abend" erstmals im Anschluss an die Viehmarktsrede ein Zeltkonzert.

Bad Wildungen. Katzen zählen (noch) nicht zum Programm der Tierschau, aber eine von ihnen zog trotzdem am „Heiligen Abend“ zahllose Blicke der Überraschung auf sich. 

Und zwar die Katze, die der scheidende Bürgermeister Volker Zimmermann aus dem Sack ließ in Gestalt seiner Zukunftspläne:

„Mein Abschied als Bürgermeister steht kurz bevor.“ Ein Abschied nicht nur vom Amt, sondern auch von seiner Heimatstadt als Wohnsitz, verriet er. Statt auf den bequemen Liegen der Kurpark-Wiese – einer Idee aus dem Hause Zimmermann – „liegen wir in Zukunft im Park Sanssouci in Potsdam.“ Volker Zimmermann zieht mit seiner Frau Gabi dorthin, weil er beruflich umsattelt auf die Position des Geschäftsführers des Deutschen Heilbäderverbandes. „Das ist doch tröstlich für alle Kommunalpolitiker, denn Sie werden in Zukunft von mir in Ruhe gelassen“, versprach Zimmermann.

Mit Blick auf die Trumps und Putins der Weltpolitik zog Zimmermann unter dem Beifall der Zuhörer Parallelen zur Tierschau am heutigen Samstag: „Ew wird viel gegackert, Mist produziert, und die größten Ochsen und Esel laufen vorneweg.“

Für die Badestadt wünsche er sich für die Zukunft einen respektvollen Umgang zwischen den politisch Verantwortlichen und ebenso der Bürger untereinander. „Die untersten Schubladen der Gerüchteküche sollten geschlossen bleiben.

Dann wird es der Stadt auch in Zukunft gut gehen.“ Jenseits der Politik „werden die Zimmermanns bei der Viehmarktseröffnung in Zukunft hier im Zelt sitzen, Bier trinken und Bratwurst essen. Um dann mit Ihnen gemeinsam das Wichtigste zu tun: das Waldecker Lied singen“, schloss der Bürgermeister seine letzte Viehmarktsrede und eröffnete das größte Wildunger Volksfest – nicht ohne vorher noch reinen Tisch mit Blick auf seine Viehmarktssünden gemacht zu haben:

„So entschuldige ich mich ausdrücklich bei den damaligen Bewohnern der Urenbachstraße 40, denen wir im Jahr 1973 morgens um 5 Uhr als frisch gebackene Abiturienten die an der Haustür lehnende Brötchentüte geplündert haben.“

Das Publikum im rappelvollen Festzelt applaudierte. Auch der Festplatz war sehr gut besucht, als der Festzug zuvor mit Bürgermeister, Viehmarktskommission, Stadtverordneten und vielen Gästen, darunter Landtagsabgeordneter Claudia Ravensburg und Kreistagsvorsitzender Iris Ruhwedel einmarschiert war. Traditionsgemäß führte der Spielmannszug der Feuerwehr den Marsch vom Rathaus zum Schützenplatz an. (sch/su)

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