Viehmarkt Bad Wildungen: Auf dem Rücken von Bruni

Im Ausstellungspferch: Auch der Rengershäuser Verein „Rotes Höhenvieh alter Zuchtrichtung“ stellte sich bei der Wildunger Tierschau vor; hier Gerd Faust auf der acht Jahre alten Kuh Bruni, links Michael Naglatzki, rechts Uwe Hesse. Fotos:  Höhne

Bad Wildungen. Prächtige Bullen, edle Rösser, blökende Schafe und zottelige Riesenesel lockten am Samstag zur Tierschau des Viehmarkts in Bad Wildungen. Höhepunkt war die Siegerehrung zum Abschluss.

Publikumsliebling war der prächtige Fleckviehbulle Lando. 1,3 Tonnen schwer und gutmütig im Umgang - so präsentierte sich das Schwergewicht aus dem Stall von Rainer Oswald aus Battenhausen. Auf den Rücken von Kuh Bruni wagte sich Gerd Faust vom Rengershäuser Verein „Rotes Höhenvieh alter Zuchtrichtung“.

Ein Bummel über das Viehmarktgelände verschaffte einen Überblick über alte Nutztierrassen und teils exotische Artgenossen. Galloway-Rinder und Tux-Zillertaler, aber auch Deutsches Braun- und rotes Höhenvieh und die großen Poitou-Esel mit ihren zotteligen Haaren ließen Kameras klicken. Und ein paar Meter weiter blökten Schafe mit ihrem Nachwuchs. Mit viel Gemecker begleiteten Ziegen mehrerer Rassen die bunte Tierschau. Eingebettet in die Schau war wieder das Fohlenchampionat des Fördervereins Pferdezuchtverein Waldeck-Eder.

Der große Reitplatz füllte sich zum Schauprogramm vor der Siegerehrung der Tierschau. Szenenapplaus zollten die Besucher für „Gladiator“ Boris Nördtling vom Wellener Talhof. Er donnerte mit einem römischen Kampfwagen über den Reitplatz und wirbelte mächtig Staub auf. Die römische Quadriga war ausnahmsweise nur mit zwei flotten Kaltblütern bespannt, die beiden weiteren „Kollegen“ waren beim zeitgleich stattfindenden Viehmarkt in Wolfhagen im Einsatz.

Talhof-Chefin Sonja Biederbeck aus Wellen hatte mit Ferienkindern eine Dressurquadrille einstudiert. „Fliegende Köche“ trabten mit ihren Haflingern durch das Viereck. Rasanter ging es in einer zweiten Quadrille zu. Zu dem Deutschrock-Lied „Erbarmen, die Hessen kommen“ setzte das Hessen-Team aus Wellen zur Freude der Zuschauer zu einem furiosen Schlussspurt an.

Zum Abschluss stieg Talhofchef Heinrich Biederbeck auf den Kutschbock seines Zweispänners und chauffierte Bürgermeister Volker Zimmermann, Stadtrat Klaus Schmutzler und Kreistagsvorsitzende Iris Ruhwedel zur Siegerehrung.

Nach einem „tierischen“ Vormittag ging das Volksfest abends mit Rockmusik und Feuerwerk weiter. Am Sonntag öffnete noch einmal die Budenstadt auf dem Rummelplatz. 170 Händler und Schausteller, Süßigkeiten und rasante Fahrgeschäfte machten den Viehmarkt-Besuch perfekt. (höh)

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