Handball-Bundesliga:

Vipers in Halbzeit eins zu schüchtern - 26:31-Niederlage beim Thüringer HC

Angriff ist die beste Verteidigung: Das zeigt hier die Wildungerin Verena Osswald (rechts) im im Zweikampf mit Asli Iskit (Thüringer HC).
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Angriff ist die beste Verteidigung: Das zeigt hier die Wildungerin Verena Osswald (rechts) im im Zweikampf mit Asli Iskit (Thüringer HC).

Zwanzig gute Minuten sind zu wenig, um ein Handballspiel zu gewinnen. Das mussten die Spielerinnen der HSG Bad Wildungen bei ihrem Bundesliga-Auftritt beim Thüringer HC feststellen. Die Vipers unterlagen 26:31(9:16).

Bad Langensalza – Trotz einiger personeller Sorgen hatten die Handballerinen des Thüringer HC in der Halle in Bad Langensalza von Anfang an alles im Griff. Die Startphase war aus Wildunger Sicht noch in Ordnung. „Wir haben anfangs gar nicht so schlecht in der Abwehr gestanden“, urteilt Vipers-Trainerin Tessa Bremmer. Dann zog der Favorit das Tempo an und nach einer Viertelstunde lagen die Gäste bereits 3:10 hinten.

„Wir wollten eigentlich über Emotionen, Mut und Positivität kommen, aber diese Ausstrahlung hat gefehlt, vor allem der Mut hat uns in diese Phase sehr schnell verlassen.“

Die Thüringerinnen hatten bis zur Halbzeit leichtes Spiel und bauten ihren Vorsprung bis zur 27. Minute auf 16:6 aus. So kurz vor der Halbzeit wähnten sich die Gastgeberinnen vermutlich schon zu sicher, denn Wildungen verkürzte bis zum Seitenwechsel den Rückstand auf 9:16.

Das wiederum ärgerte THC-Trainer Herbert Müller, der genau wie seine Kollegin aus Wildungen von seiner Mannschaft auch mal ein Spiel sehen möchte, wo ihr Team 60 Minuten konzentriert zu Werke geht.

In der Kabine appellierte Bremmer bei ihren Spielerinnen an deren Charakter. „Wir müssen mit mehr Tempo und Mut in die Aktionen gehen und nicht wie Mäuschen über das Spielfeld schleichen.“ Diese Worte verfehlten ihre Wirkung nicht, auch wenn der Sieg des Thüringer HC nicht mehr in Gefahr geriet.

Die Wildungerinnen brachten aber mehr Überzeugungskraft in diese Partie. Das wiederum wurmte wieder Müller, der sich über zu viele unnötige Ballverluste bei seinen Spielerinnen und über Nachlässigkeiten ärgerte.

Insgesamt dreimal lag seine Mannschaft mit zehn Treffern vorn, machte dem Gast aber durch Unkonzentriertheiten immer wieder Mut dran zu bleiben.

Nachdem die Wildungerinnen mit ihrer 5:1-Deckung in Halbzeit eins dem Gegner zu viele Lücken angeboten hatten, wurden die Lücken nun etwas schneller geschlossen.

Im Angriff machte vor allem Kira Schnack dem THC das Leben schwer. Den fünf Treffern vor dem Pause ließ die Rechtsaußen dann aber keinen mehr folgen. Dennoch war sie damit beste Werferin in der Wildunger Mannschaft.

Beim THC überwand Asli Iskit mit sieben Treffern die Wildunger Torfrauen am häufigsten. Die langjährige Viper Miranda Schmidt-Robben, die im August ins THC-Lager wechselte, traf dreimal gegen ihre ehemaligen Teamkolleginnen.

„Wir haben 28 Minuten gut gespielt“, erklärte THC-Coach Müller. Er monierte bei seiner Mannschaft, dass sie das hohe spielerische Level nach dem souveränen Start nicht durchgehalten habe. Ein kleiner Trost für die Vipers: Sie gewannen die zweite Halbzeit mit 17:15.  ess/rsm

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