„Wollen dem Wald etwas zurückgeben“

Freiwillige pflanzen 300 Eichen im Kellerwald bei Bergfreiheit

Pflanzaktion: Vorn von links Jessica Schmitz, Marina Horminghausen, Jürgen Wenderoth, Bernhard Klug und Heinrich Haupt.
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Pflanzaktion: Vorn von links Jessica Schmitz, Marina Horminghausen, Jürgen Wenderoth, Bernhard Klug und Heinrich Haupt.

25 Freiwillige schlossen sich zusammen und starteten eine Pflanzaktion. 300 Eichen wurden im Kellerwald eingepflanzt.

Bad Wildungen-Bergfreiheit – Mit Spaten und Hacken kamen 25 Erwachsene, Jugendliche und Kinder im Kellerwald der Waldinteressenten Bad Zwesten nahe Bergfreiheit zusammen und pflanzten 300 Traubeneichen. Auf steinigem Boden waren Kraft und Ausdauer gefragt. Forstamtmann Jürgen Wenderoth leitete die Pflanzaktion. Die Bäume, die 150 Jahre und länger bis zu ihrer Ernte brauchen, wurden mit Einzelschutz gegen Wildverbiss versehen.

Ehrenbürgermeister Heinrich Haupt, Vorsitzender der Waldinteressenten Bad Zwesten sowie des Bezirksverbands Fritzlar-Homberg in der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, begrüßte auch im Namen der Bergfreiheiterin Jessica Schmitz die fleißigen Helfer sowie die Ortsvorsteher Mike Lauer aus Wenzigerode und Stefan Dehnert aus Bergfreiheit, die Leiterin der Kita Weltentdecker, Monika Wiegand und Marina Horminghausen, Kursleiterin für Waldbaden aus Bromskirchen. Ute Wagner und Helmut Schröder hatten die Fläche freigeräumt, auf der vorher 75-jährige Fichten standen. Vorgeschädigt durch Trockenheit sind sie dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen.

Pflanzaktion bei Bad Wildungen: Durch Spenden finanziert

Die jungen Eichen werden im Auftrag der Waldinteressen in den nächsten Jahren frei gemäht, damit sie nicht von Gras und Brombeeren überwuchert und am Wachsen gehindert werden. Finanziert wurden Bäume und Verbissschutz durch eine Spende von vier Anbieterinnen von Waldbaden in Höhe von 845 Euro durch die Aktion „Deutschland geht Waldbaden“ in Nordhessen. Die Spende ging an die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der Bezirksverband Fritzlar-Homberg stellte sie für die Pflanzung zur Verfügung.

„Wir möchten die Menschen achtsam an die Schönheit des Waldes heranführen und auf dieses schützenswerte Ökosystem aufmerksam machen. Zugleich wollen wir dem Wald etwas zurückgeben und ihn durch Neupflanzungen von Bäumen erhalten“, so warb Jessica Schmitz auch für die nächsten Angebote Waldbaden zur Sommersonnenwende am 21. Juni 2022. Nach getaner Arbeit stärkten sich die engagierten Helfer mit Laugenbrezeln sowie Kaffee, Tee und heißem Apfelsaft. Einige Teilnehmer erklärten nach dem Arbeitseinsatz spontan ihre Hilfsbereitschaft bei weiteren Pflanzaktionen.

Haupt dankte allen engagierten Helfern, besonders Jessica Schmitz für die Mitorganisation sowie Mike Lauer für die Dokumentation der Pflanzaktion. (red)

Auch im Schutzgebiet bei Bühren wurden Bäume und Sträucher bei einer Pflanzaktion gepflanzt. Mit einer Summe von 1500 Euro wurden die Fördergelder für das Projekt „Blühendes Schedetal“ bewilligt.

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