Wassereinbruch und bröckelnder Putz im Bad Wildunger Kurhaus

Überall Mängel: Den Christdemokraten offenbarten sich beim Rundgang im Kurhaus viele Schäden. Foto:  nh

Bad Wildungen. Das Stadtparlament hat auf Antrag der CDU einstimmig den Magistrat beauftragt, das Dach des gesamten Kurhauses so instandsetzen zu lassen, dass kein Wasser mehr eindringt.

Der repräsentative Bau an der Langemarckstraße steht schon seit langem leer. Über eine weitere Nutzung oder auch den Verkauf an einen Investor ist noch nicht entschieden.

Zwar sei inzwischen ein Dachdecker mit einer Notreparatur beauftragt worden, allerdings könne sich die notwendige Reparatur nicht auf eine punktuelle Maßnahme beschränken, sagte CDU-Sprecher Marc Vaupel. „Uns geht es schon um die Gesamtabdichtung des Gebäudes von oben mit Ausnahme des ehemaligen Badehauses. Wir wollen den Status quo erhalten bis wir eine Planung haben.“

Vaupel verwies auf einen Rundgang seiner Fraktion Anfang Oktober im Kurhaus. Dabei habe die Fraktion ein weitgehend intaktes Gebäude vorgefunden - aber auch einige hervorstechende Mängel.

Als Beispiel nannte Vaupel heruntergefallene Deckenstücke und Putzreste auf dem Marmor im Foyer. In der Techniketage stehen laut CDU Wasserpfützen auf dem Fußboden. Das Therapeutikum befinde sich in schlechtem Zustand, obwohl es erst Ende der 1990er Jahre für einen Millionenbetrag hergerichtet worden sei.

In diesen Gebäudeteil dringt nach den Worten Vaupels ungehindert Wasser ein und hat bereits erhebliche Schäden verursacht. Auch stehen dort noch einige Therapiegeräte. Vaupel: „Warum lässt man dort alles verkommen, was noch zu Geld gemacht werden kann?“

Auch in exponierten Bereichen des Gebäudes dringt nach den CDU-Beobachtungen Wasser ein. In der hinteren Glasgalerie zwischen Langemarckstraße und ehemaliger Kurdirektor-Wohnung sei die Decke heruntergekommen. Es tropft von der Decke in bereitgestellte Eimer, der Teppich neben dem Marmorbelag sei weitgehend zersetzt und von Schimmel befallen. Vaupel: „Wie hier mit dem Eigentum der Bad Wildunger Bürger umgegangen wird, ist eine Unverschämtheit.“ (sch)

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