Kleines Programm „Weihnachtsstadt“ vorgestellt

Weihnachtsmarkt Bad Wildungen abgesagt, doch Christkind und Trostpflaster sind gesetzt

Noch präsentiert sich der Weihnachtsmann allein, doch am dritten Advent erscheint er mit dem Christkind in Bad Wildungen, auch wenn der Weihnachtsmarkt abgesagt ist.
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Noch präsentiert sich der Weihnachtsmann allein, doch am dritten Advent erscheint er mit dem Christkind in Bad Wildungen, auch wenn der Weihnachtsmarkt abgesagt ist.

Die Stadt und die Arbeitsgemeinschaft Wildunger Wirtschaftsförderung (AWWiN) haben den Weihnachtsmarkt am dritten Adventswochenende abgesagt, aber ein Trostpflaster-Programm präsentiert:

Bad Wildungen – Weihnachtsmann und Christkind ziehen durch die Innenstadt. Ein Zauberer gibt sich die Ehre, eine Märchen-Vorleserin entführt in die fantastische Welt der Grimms, und weihnachtliche Musik im Freien ist zu genießen. Verteilt entlang der Brunnenstraße zwischen Rathaus und Kurschattenbrunnen sind im gebührenden Abstand Hütten aufgestellt. „Es handelt sich um einheimische Betreiber mit Qualitätsangeboten. Vor ihnen habe ich großen Respekt, weil sie trotz der Einschränkungen hoch motiviert an die Sache herangehen“, sagt Hans-Martin Lötzer, Marktmeister bei der AWWiN.

Seine Frau und Vorsitzende Angelika Lötzer ergänzt: „Kunsthandwerk, zum großen Teil selbst angefertigt, kann man an diesen Ständen kaufen: von Holzdekorationen bis zu selbst gesiedeten Seifen.“ Spezielle Leckereien zur Adventszeit sind ebenso zu finden. Die Palette ergänze die Sortimente der Geschäfte und stehe nicht in Konkurrenz zu ihnen, unterstreicht Angelika Lötzer. Die Geschäfte selbst binden sich auch mit dem Bad Wildunger Adventskalender, wie geplant, in die Vorweihnachtszeit ein. Einige wenige Stände laden ein, sich ein heißes Getränk oder eine Bratwurst während des Einkaufsbummels zu gönnen. „Dabei verzichten wir komplett auf Alkohol“, fügt die AWWiN-Vorsitzende hinzu.

Bis zum vierten Advent wird die Weihnachtsdekoration beständig um Neues erweitert

Die Ehrenamtlichen, die alljährlich den Osterschmuck bestreiten, wollen gemeinsam mit dem städtischen Bauhof dem Publikum Freude bereiten durch liebevoll gestaltete Dekoration, die bis zum vierten Advent hin außerdem beständig weiterwächst. „Wer die Stadt mehrfach besucht, entdeckt also regelmäßig neue, große und kleine Blickfänge“, erklärt Angelika Lötzer. Es gehe den Verantwortlichen vor allem darum, „den Kindern Weihnachtsvorfreude zu bereiten“, so gut es unter den verschärften Bedingungen irgend möglich sei. „Die Wildunger Eiszeit spielt dafür natürlich auch eine wichtige Rolle“, ergänzt Ute Kühlewind, Chefin des Bad Wildunger Stadtmarketings.

„Wir haben uns in der Vorbereitungszeit wirklich die Köpfe heiß geredet und ein tolles Hygienekonzept entwickelt, das nun von der Realität eingeholt wurde“, beschreibt Angelika Lötzer die Gefühlslage der Beteiligten. „Uns bleibt ein Trost: Ein fertiges Konzept steht, das wir nächstes Jahr hervorholen und dann hoffentlich umsetzen können“, sagt Ute Kühlewind. Auf diese Weise zeige sich Bad Wildungen solidarisch mit allen anderen Veranstaltern von Weihnachtsmärkten in Waldeck-Frankenberg und folge der Empfehlung des Landkreises, unterstreicht Bürgermeister Ralf Gutheil: „Zugleich präsentieren wir aber eine sehens- und erlebniswerte Weihnachtsstadt.“

Weihnachtsmann und Christkind treffen - aber ausschließlich nach Anmeldung

Anders als sonst besuchen der Weihnachtsmann und das Christkind nicht zum Abschluss, sondern an zwei Tagen die Stadt. Sie reisen jeweils zu vier unterschiedlichen Punkten, an denen sie Weihnachtstüten an zuvor dafür angemeldete Kinder verteilen. Das Gespann kommt am Samstag, 11. Dezember, 14 Uhr, zum Kaiserlindendeck, 14.25 Uhr zum Marktplatz, 14.50 Uhr zum Kirchplatz und 15.15 Uhr zum Postplatz. Dieselben Zeiten und Orte gelten ein zweites Mal für Sonntag, 12. Dezember.

In der Woche vom 6. bis zum 9. Dezember können Kinder in Begleitung eines Erwachsenen jeweils ein personalisiertes Armbändchen an der Holztür der Tourist-Information, Brunnenallee 1, abholen, täglich zwischen 14 und 16 Uhr. Wegen der Pandemie ist sowohl beim Abholen des Armbändchens als auch beim Besuch des Weihnachtsmannes nur eine Begleitperson erlaubt. Die Armbändchen zeigen an, zu welcher Zeit an welchem Platz das Kind den Weihnachtsmann und das Christkind treffen darf. Wer sein Weihnachtstütchen bekommen hat, gibt dafür sein Armband wieder ab. Kinder ohne Armbändchen können in diesem Jahr nicht beschenkt werden, damit es im Rahmen der Aktion nicht zu Menschentrauben kommt.

Das Programm am dritten Adventswochenende im Überblick

Freitag, 10. Dezember, Samstag, 11. Dezember, jeweils 15 bis 17 Uhr:
Eckhard Schenk zaubert für Kinder; das Duo Achim und Eva singt auf dem Postplatz, das Kurorchester Bad Wildungen spielt auf dem Marktplatz. Außerdem liest am Samstag Marianne Hockert um 15 und um 16 Uhr am Schlitten auf dem Marktplatz Märchen vor.
Sonntag, 12. Dezember, 13 bis 15 Uhr: Die „Frankenberger Festbläser“ der Stadtkapelle Frankenberg spielen.

Die Kirchengemeinde lädt ein für:

Donnerstag, 9. Dezember, 14 bis 16 Uhr, offene Stadtkirche; 16 Uhr, Musik in der Kirche mit Gitarre und Gesang von Bille Brandau sowie Texten von Pfarrerin Kerstin Hartge; 17 Uhr, Adventsstündchen als Mitmach-Andacht für Kinder, ihre Eltern, Großeltern und Geschwister mit Pfarrerin Andrea Hose-Opfer und Musik von Gudrun Schollmeyer.

Freitag, 10. Dezember, 14 bis 16 Uhr, offene Stadtkirche; 19 Uhr, Blechbläser im Kerzenlicht mit Musik vor der Kirche und anderswo, dargeboten vom Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde.

Samstag, 11. Dezember, 11 bis 16 Uhr, offene Stadtkirche; 15 Uhr, Orgelmusik zum Advent mit Kim Nguyen, Texte: Andrea Hose-Opfer.

Sonntag, 12. Dezember, 10 Uhr, Gottesdienst, 14 bis 16 Uhr, offene Stadtkirche; 15 Uhr Stadtkirchenführung mit Erläuterungen von Wolfgang Keller, unter anderem zum Altar des Conrad von Soest. (Matthias Schuldt)

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