Notquartier bezogen

Alles zu nass: Zirkus Rolina sitzt in Bad Wildungen fest

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Winterpause: Der Zirkus Rolina bleibt bis zum Frühjahr in Bad Wildungen, weil Gastspiele in benachbarten Städten nach den ergiebigen Regenfällen nicht stattfinden können. Im Bild: Zirkusdirektor Freddy Ortmann mit seiner kleinen Kamelherde. 

Bad Wildungen. Der „Weihnachtszirkus“ bricht doch nicht zum Jahresbeginn seine Zelte ab, sondern bleibt voraussichtlich bis Ende Februar in Bad Wildungen im Notquartier.

Nach ergiebigen Regenfällen sitzt die Zirkusfamilie in der Stadt fest, denn die Plätze in Gastspielorten benachbarter Städte könnten nicht genutzt werden und ein Winterquartier sei nicht in Sicht, bedauert Zirkusdirektor Freddy Ortmann.

15 Zirkuswagen und die Zelte für die Tiere des Zirkus‘ Rolina stehen unterhalb des Schützenplatzes, dank der Gastfreundschaft durch das benachbarte Altenheim Viktorquelle. „Wir sind sehr froh, dass wir hier einen befestigten und geschotterten Platz haben“, freut sich Ortmann. Er ist täglich mit dem Transporter unterwegs, um Futter für die Tiere zu beschaffen. „Wir suchen vor allem Heu.“ Kamele, Pferde, Ziegen, Ponys, Rinder und Esel stehen in den Boxen – zusammen 40 Tiere. Willkommen als Zusatzfutter sind auch trockene Brötchen oder Brote. 

Vorstellungen plant die Zirkusfamilie derzeit nicht. „Wer will, darf aber gerne unsere Tiere anschauen“, lädt der Zirkusdirektor ein. Kontakt und Informationen: Tel. 0157/30724419.

Für die Zirkusfamilie beginnt damit ein ungewohnter Lebensabschnitt. Statt Auf- und Abbau und Weiterreise zum nächsten Gastspielort bleibt die Familie sesshaft – für mindestens sechs Wochen, und der 13 Jahre alte Sohn Tino geht ab Montag in die Schule.

Mit dem ersten Weihnachtszirkus in Bad Wildungen, der über die Festtage und den Jahreswechsel gastierte, betrat das Familienunternehmen Neuland in der Badestadt. Die Resonanz indes war mäßig, bedauert der Direktor. „Aber 2017 war insgesamt ein schwieriges Jahr mit bescheidenen Zuschauerzahlen.“

An einen besonderen Moment in Bad Wildungen denkt er gern zurück: „Ich habe hier unsere bislang älteste Zuschauerin begrüßt – sie ist 101 Jahre alt.“

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