Bad Wildungen: Märchenfestival im Kurpark kam gut an

Mitglieder der Gruppe „Theater auf Tour“ flanierten in Kostümen Grimmscher Märchenfiguren durch den Kurpark. Auch die Kinder ließen sich vom Märchen-Fieber anstecken. Fotos: Senzel

Bad Wildungen. Der Kurpark zwischen Maritim-Hotel und der Wandelhalle hatte sich zu einer märchenhaften Parklandschaft verwandelt. Auf den Wegen spazierten Mitglieder der Kasseler Gruppe „Theater auf Tour" in bunten Fantasiekostümen.

Unter anderen begrüßten das Tapfere Schneiderlein, Gold- und Pechmarie und ein in seinem dicken Fell schwitzender Braunbär die Parkbesucher. Sie erzählten ihnen eine ganze Menge „Märchenhaftes“.

Viele Eltern und Großeltern waren mit Kindern zu „Grimms Märchenfestival“ gekommen. Sie schlenderten von einer Veranstaltungs-Station zur nächsten und blieben vor der Konzertmuschel sitzen, um den Klängen des Ensembles „Mkanyar Sewöu“ aus Kassel zuzuhören, das auf exotischen Instrumenten, auch mit Trommeln, Flöten und Xylophon, in einer ganz eigenen Stil- und Klangart spielte.

Die Musikanten begleiteten die Lesung von Sabine Wackernagel vom Staatstheater Kassel zu ihrem Märchen aus Java, in dem ein kleiner Rehbock durch List und Tücke größeren Tieren überlegen ist, Tiere wie Elefanten und Tiger, die als Schattenspielfiguren, wie sie auf Java oft benutzt werden, am Bühnenrand standen. Auf viel Interesse stießen auch die Vorführungen mit Greifvögeln und Eulen der Falknerei Eulenhof aus Marsberg. Dort war viel über das Leben der Vögel in freier Wildbahn zu erfahren, die auf den Armen der Falkner oft wild mit den Flügeln flatterten.

An lustigen Spielen, spannenden Geschichten und alten Märchen hatten vor allem die Kinder viel Freude, die sich in einer großen Märchenburg verkleiden und auch einmal in die Rolle eines Piraten schlüpfen konnten. Das Marburger Theater „GegenStand“ führte im Quellensaal der Wandelhalle das Brüder-Grimm-Märchen vom „Froschkönig“ auf.

Christoph Jarkow vom Stadtmarketing war enttäuscht, dass einige Standbetreiber kurzfristig ihre Teilnahme abgesagt hatten. „Wir hätten gerne mehr Verkaufsstände vor der Wandelhalle gehabt.“ Im kommenden Jahr will Jarkow rechtzeitig für eine größere Beteiligung sorgen, außerdem soll das Konzept des Märchenfestivals mit den Beteiligten überarbeitet und einiges anders gestaltet werden.

Von Werner Senzel

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