Bad Wildungen prüft Aufnahme von Flüchtlingen im Kurhaus

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Steht seit Jahren leer: das Kurhaus in Bad Wildungen. Die Stadt prüft derzeit, ob auch dieser Komplex als Sammelunterkunft für Flüchtlinge in Frage kommt.

Bad Wildungen. Die Badestadt rüstet sich für die Aufnahme weiterer Flüchtlinge. „Ein Ende ist nicht in Sicht“, sagt Bad Wildungens Bürgermeister Volker Zimmermann. Die Stadt hat deshalb vorsorglich vier Wohncontainer bestellt und prüft, welche Gebäude als Erstaufnahmeeinrichtung in Frage kommen - darunter ist auch das Kurhaus.

Knapp 500 Flüchtlinge sind nach Auskunft des Bürgermeisters zurzeit auf Wohnungen im Stadtgebiet verteilt. Und es werden immer mehr. Pro Woche weist der Landkreis den Kommunen weitere 100 Menschen zu.

Der Wohnraum droht knapp zu werden. Abhilfe sollen bei Bedarf die vier Wohncontainer bringen, in denen je nach Ausführung sechs bis zehn Personen untergebracht werden können. Als Standort ist der Schotterparkplatz am Stadion vorgesehen. Der bietet nach Angaben des Rathauschefs den Vorteil, dass die Bewohner dort auch die Umkleiden und Sanitäranlagen des Stadions nutzen können.

Intensive Gedanken macht sich die Stadt aber auch über Alternativen zu den Sammelunterkünften für Flüchtlinge, die sich noch nicht im Anerkennungsverfahren befinden. Derzeit sind Sporthallen in Korbach, Mengeringhausen und Gemünden belegt. Zimmermann geht aber davon aus, dass auch die bisher nicht berücksichtigten Mittelzenten einen Beitrag leisten müssen.

So sei schon einmal über die kreiseigene Ense-Halle diskutiert worden. Zimmermann: „Wir werden alles versuchen, dass Sporthallen nicht belegt werden. Die Ensehalle wird für Schul- und Vereinssport und die Damenhandball-Bundesligamannschaft der Vipers genutzt. Sie zu belegen, wäre ein ziemlicher GAU.“

Über den Bahnhof wurde bereits nachgedacht, der aber weniger geeignet erscheint. Geprüft werden laut Zimmermann zudem Gemeinschafts- und Bürgerhäuser - und eben das Kurhaus. Dabei ist nicht an die Säle, sondern eher an den Bereich des Therapeutikums gedacht. Die im kommenden Jahr nach dem Rückzug von Webers Kindergarten in die sanierten Räume in der Altstadt wieder freiwerdenden Teile des Lesesaalanbaus am Kurhaus verbleiben als Reserve für zusätzliche Gruppen mit Flüchtlingskindern. 

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