Handballerinnen schlagen zweimal Oldenburg und Buxtehude

Wildunger Vipers überraschen mit drei Siegen

Vipers-Trainerin Tessa Bremmer hat mit Ihren Spielerinnen
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Die Mannschaft erreicht: Vipers-Trainerin Tessa Bremmer hat mit Ihren Spielerinnen in der vergangenen Woche viel an der Defensive gefeilt. Die Abwehr stand gegen Oldenburg und Buxtehude gut und die Vipers gewannen diese Testspiele.

Kraftakt gelungen. Die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen Vipers kehrten überraschend mit drei Siegen von ihrer Testspielreise aus Oldenburg zurück.

Bad Wildungen/Oldenburg – Dort warteten am Samstag zunächst die Gastgeberinnen vom VfL auf das Team von Trainerin Tessa Bremmer. Die Vipers gewannen diese Partie gegen den Bundesligakonkurrenten mit 26:25.

Der Sonntag stellte dann noch höhere körperliche Anforderungen an die Wildungerinnen, morgens stand das Rückspiel gegen den VfL Oldenburg an und nur drei Stunden später mussten sie gegen den Ligakonkurrenten Buxtehuder SV antreten. Die Gastgeberinnen sprangen als Gegner ein, weil der niederländische Erstligist PCA Kwiek abgesagt hatte.

Auch in der zweiten Partie gegen Oldenburg waren die Vipers konzentriert und boten defensiv und offensiv eine gute Leistung. Die wurde erneut mit einem Sieg belohnt: 26:24 hieß es für die Badestädterinnen.

Keine Zeit zum Jubeln

Zum Jubeln blieb nicht lange Zeit, denn direkt nach dem Spiel hieß es für die Vipers schon wieder vor dem Spiel. Kurze Erholungsphase und eine Stunde nach dem Abpfiff war schon wieder Anpfiff gegen einen Gegner, der ausgeruht in die Partie ging, es war das erste Spiele für Buxtehude. Doch ein Unterschied zwischen den beiden Mannschaften war nicht zu erkennen, weder konditionell noch von der Spritzigkeit her. Die Wildungerinnen kauften auch Buxtehude den Schneid ab und gewannen 28:22. Zweiweise führten sie sogar mit zwölf Toren.

Dieser Triple-Erfolg kam deshalb überraschend, weil die Niederlagen in der Vorwoche gegen Bensheim (28:32) und Neckarsulm (30:31) vor einer schlechten Defensive geschuldet waren. „In der ersten Liga kann man nicht bestehen, wenn man in jedem Spiel 30 Gegentore bekommt“, hatte Bremmer nach diesen Spielen gesagt und gab dies als Richtzahl ihren Spielerinnen in Oldenburg mit aufs Feld.

Defensivarbeit zentrales Thema im Training

Die Verbesserung des Defensivverhaltens stand in der vergangenen Woche als zentrales Thema auf dem Trainingsplan. Und siehe da, die Trainerin hatte diesmal keinen Grund, sich über ein schlechtes Abwehrverhalten ihres Teams zu beklagen.

Im Gegenteil, denn die Spielerinnen überraschten diesmal ihre Trainerin positiv. Sie hatten mit diesem Kader bisher noch nie eine 5-1-Abwehr gespielt und haben diese taktische Variante im ersten Spiel gegen Oldenburg gut umgesetzt. „Das lief viel besser als ich mir erhofft hatte, und besonders positiv war, es hat ständig gut geklappt, egal, welche Spielerin in der Defensive auf dem Platz stand“, sagte Bremmer.

Auch die 4-2-Abwehr habe in diesem Spiel schon viel besser funktioniert als am vergangenen Wochenende. Im zweiten Spiel gegen die Gastgeberinnen haben die Vipers bewusst keine offensivere Abwehrformation gewählt, sondern die 6-0-Deckung. Auch mit dieser Variante war die Trainerin diesmal zufrieden, ebenfalls im Spiel gegen Buxtehude, in dem die Vipers abwechselnd 4-2 oder 6-0 verteidigt haben. Dieses verbesserte Abwehrverhalten führte hat auch zu stärkeren Torwartleistungen.

Torchancen diszipliniert ausgespielt

Die Offensivqualität der Vipers ist gestiegen, auch, weil die Angriffsaktionen mit mehr Tempo gespielt werden. Diese schnellere Spielweise waren in Oldenburg auch sichtbar. „Vorn haben wir unsere Chancen gut ausgespielt und sehr diszipliniert und überlegt agiert“, lobte die Trainerin.

Als Torschützinnen ragten in den drei Spielen Kreisläuferin Annika Ingenpaß und Rückraumspielerin Munia Smits, auch als Siebenmeterschützin, heraus. Bremmer möchte aber diesmal keine Akteurin hervorheben, weil alle Siege in Oldenburg durch eine gute Teamleistung erreicht worden seien.

Die Vipers scheinen vom Gegner offensiv schwerer als bisher auszurechnen sein. Bremmer erklärt das so: „Wir haben einen schnellen und vor allem torgefährlichen Rückraum, der die gegnerische Abwehr dazu zwingt offensiver zu decken, dadurch werden die Anspiele an den Kreis oder auf die Flügel einfacher.“ Die Vorbereitungsphase der Vipers geht in dieser Woche zu Ende und es ist bis zum Saisonstart nur noch „Feinarbeit“ angesagt. Bremmer: „Wir gehen nun mit einem guten Gefühl in die kommenden Wochen.“ (rsm)

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