Bagger in der Fußgängerzone: Unterm Pflaster wird gearbeitet

Mit dem Plan der Bauarbeiten: (von links) Bürgermeister Rüdiger Heß, André Kreisz (Kaufmännischer Verein) und Karl-Heinz Schleiter (Energie-Gesellschaft Frankenberg, EGF) in der Fußgängerzone. Foto:  Paulus

Frankenberg. Zur Vorbereitung auf die Sanierung werden in der Frankenberger Fußgängerzone Wasserleitungen, Abwasserkanäle und Stromleitungen erneuert. Allein für Wasser und Abwasser werden jeweils 30 Schächte freigelegt. Die Kosten von rund 200 000 Euro teilen sich Energie-Gesellschaft Frankenberg (EGF) und Hauseigentümer.

„Es klappt ganz gut“, berichtete am Dienstag Karl-Heinz Schleiter, Geschäftsführer der Energie-Gesellschaft Frankenberg (EGF), die für die Arbeiten zuständig ist. „Was wir bisher gesehen haben, sind die Leitungen noch gut.“ Den Zustand sehen die Arbeiter der Baufirma Wachenfeld aus Korbach aber erst, wenn sie die Rohre in fast zwei Metern Tiefe freigelegt haben. Deshalb befinden sich in der Fußgängerzone derzeit viele kleine Baustellen. Allein für Wasser und Abwasser sind jeweils 30 Schächte nötig. Dabei werden auch die Hausanschlüsse erneuert, falls nötig.

„Wir stimmen uns individuell mit den Hauseigentümern ab“, sagte Schleiter. Schließlich könne er zum Beispiel dem Gasthaus Vöhl in der Fußgängerzone nicht mittags das Wasser abdrehen. Auch auf die Kaufleute nehme die EGF Rücksicht. „Das Halloween-Midnight-Shopping findet am Samstag wie gewohnt statt“, sagte André Kreisz, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins. Auch das Weihnachtsgeschäft, das offiziell am Wochenende des 1. Advents Ende November beginnt, werde nicht unter den Bauarbeiten leiden.

„Die Fußgängerzone wird immer trockenen Fußes begehbar sein“, verspricht Bürgermeister Rüdiger Heß. Die einzelnen Schächte in der Fußgängerzone werden bis zum Weihnachtsgeschäft geschlossen sein - mit Asphalt statt Pflaster, weil das billiger ist und das alte Pflaster im nächsten Jahr sowieso verschwindet.

Die eigentliche Sanierung der Fußgängerzone mit dem Austausch des Pflasters und einer optischen Neugestaltung der Fußgängerzone wird vermutlich im April 2016 beginnen, sagte Heß. „Dafür warten wir noch auf den Fördermittelbescheid. Alles, was vor der eigentlichen Sanierung liegt, dürfen wir aber schon beginnen.“

„Für die aktuellen Bauarbeiten gibt es keine öffentlichen Mittel, entweder zahlt die EGF oder der jeweilige Hauseigentümer“, sagte Karl-Heinz Schleiter. Die Kosten für die Sanierungen in den Bereichen Wasser (60 000 Euro), Abwasser (60.000 Euro) und Strom (80.000 Euro) liegen insgesamt bei 200.000 Euro. Die Hausanschlüsse der Entwässerung zahlen die Hauseigentümer, Wasserleitungen bis zum Zähler zahlt die EGF.

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