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Bald wieder warmes Wasser in Sporthallen in Waldeck-Frankenberg

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Von: Julia Janzen

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Eine Frau mit nassen Haaren unter der Dusche
Bald wieder warmes Wasser: In den Duschen in den kreiseigenen Sporthallen läuft bald wieder warmes Wasser. © Christin Klose/dpa

Die Kreisverwaltung wird das Warmwasser in den kreiseigenen Sporthallen in Waldeck-Frankenberg wieder anschalten. Das kündigte Landrat Jürgen van der Horst in einem Pressegespräch an.

Waldeck-Frankenberg - Grund dafür sei eine Entspannung der Energiesituation, erläuterte der Landrat am 12. Januar 2023. Seit August vergangenen Jahres gab es in den Hallen des Kreises kein warmes Wasser mehr, was von Vereinen und Sportlern und auch im Kreistag kritisiert worden war.

Eine Neubewertung der Lage und des Einsparkonzepts des Landkreises sei ohnehin für den Jahresanfang geplant gewesen, sagt van der Horst am Donnerstag. Zudem sei „eine gute Wirkung erzeugt“ worden und man habe „spürbar eingespart“. Demnach seien hochgerechnet etwa 1,23 Millionen Kilowattstunden beim Duschen eingespart worden – und das nur aufgrund der abgesenkten Wassertemperatur. Das entspreche, so der Landrat, dem Jahresverbrauch von etwa 49 Wohnhäusern.

Nun würden die Systeme wieder hochgefahren. Allerdings dauere das eine gewisse Zeit, man könne es nicht einfach an- und ausschalten. Es werde nun zunächst gechlort, dann brauche es mehrere Spülgänge und schließlich müsse das Wasser beprobt werden, erklärte Jürgen van der Horst den Ablauf. Weil das Gesundheitsamt das nicht so schnell schaffe, seien auch Firmen damit beauftragt.

Grund für das aufwendige Verfahren ist die Gefahr von Bakterien wie Legionellen. Angefangen werde jetzt mit den Großsporthallen, bis spätestens Mitte Februar sollen die Warmwasseranlagen in allen 51 Hallen wieder laufen. Die Sportvereine würden darüber noch informiert.

In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Kritik an der Einsparmaßnahme. Er wisse, dass man den „Sportvereinen einiges abverlangt“ habe, betonte der Landrat. Aber das Warmwasser sei nun mal der „Hebel, der am meisten bewirkt“. Im Sommer folge eine erneute Bewertung.

Raumtemperatur bleibt gesenkt

Weitere Einsparmaßnahmen aus dem Konzept bleiben bestehen, sagte der Landrat. Die Raumtemperaturen in der Kreisverwaltung würden weiterhin bei 19 und in den Schulen bei 20 Grad bleiben.

Dass man „großes Verständnis“ für die Maßnahme hatte, betonte Sportkreisvorsitzender Uwe Steuber. Man „verzichte gern kurze Zeit aufs warme Duschen“ und sei „dankbar“, dass man die Hallen kostenlos nutzen dürfe. Auf die „populistische Begleitung“ hätte man verzichten können, sagte Steuber über die Kritik. Er appellierte, möglichst kurz zu duschen.

Als der Landkreis das Konzept aufgelegt habe, gab es die Hoffnung, rund 20 Prozent der Energie einsparen zu können. Jürgen van der Horst glaubt nicht, dass dies erreicht worden ist. In den Schulen sei durch Lüften während des Heizens, wie es im vergangenen Frühjahr empfohlen wurde, zeitweise sicher mehr Energie verbraucht worden.

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