Alte Schätzchen und moderne Technik

3000 Besucher und 250 Schlepper beim Feldtag in Frohnhausen

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Der Gassacker von oben: Rund um das Feld platzierten sich die Teilnehmer mit ihren Schleppern und Landmaschinen.

Frohnhausen. Rund 3000 Besucher sind am Sonntag beim Feldtag in Frohnhausen gewesen. Dort wurden rund 250 Schlepper und moderne Landtechnik gezeigt.

Wer am Sonntagmorgen Richtung Bromskirchen gefahren ist, dem kam eine lange Schlange von Schleppern mit dem Kennzeichen HSK entgegen. Im Schlepptau eine noch längere Schlange Autos, die kaum eine Möglichkeit hatten, zu überholen. Das Ziel der Schlepper war der Feldtag in Frohnhausen, wo zig Schlepper aller Kategorien ausgestellt wurden.

„Ich habe 250 Steckbriefe für die Aussteller geschrieben“, berichtete Frank Runzheimer vom Veranstalter, der Frohnhäuser Vereinsgemeinschaft. „Dazu kommt noch der Landmaschinenhandel, so dass 300 Geräte und Maschinen ausgestellt waren.“

Blickte man auf die vollen Reihen der Besucher und Fahrzeuge rund um den Gassacker, dann schätzten die Veranstalter fast 3000 Besucher, die im Laufe des Sonntags zu Gast waren.

Lanz Bulldog: Diesen Oldtimer-Schlepper Baujahr 1936 mit einem liegenden Zylinder präsentierte Werner Schäfer aus Rennertehausen. 

Die Vorführungen der landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte wurden fachlich kompetent und mit einem Schuss Humor von Bernd Strieder, dem Vorsitzenden der Vereinsgemeinschaft, moderiert. Bei der Demonstration einer Maisernte – ohne Mais – mit einem Claas Jaguar (Häcksler) und einem parallel gezogenen Krone-Ladewagen sagte Strieder: „Das sind außergewöhnliche Maschinen, die man nicht auf den Höfen der Nebenerwerbslandwirte sieht.“

Bei der großen Schlepperparade über den Gassacker, an der sich alle Schlepper beteiligten, erinnerte Strieder an einige Sprüche, die früher auf den Dörfern über die Schlepper kursierten: „Ist der Bauer reicher, dann fährt er Eicher“. Und er berichtete von dieser Bauernregel: „Wenn der Bauer fällt vom Trecker, war das Bierchen wieder lecker.“

Deutz, Baujahr 1950, 11 PS: Er gehört Jonathan Funk. Hier schraubt er die Zündlunte ein, damit er den Schlepper über die Handkurbel starten kann.

Viele interessierte Gäste schauten sich um. Angesichts der älteren Schlepper-Schätzchen sagte zum Beispiel Wilfried Damm: „Mich interessieren die alten Schlepper und ich bewundere die Mühe, die ihre Besitzer da reinstecken“. Bewunderung gab es auch für die jungen Schrauber wie den 17-jährigen Jonathan Funk aus Münchhausen, der seinen 11-PS-Deutz, Baujahr 1950, vorstellte. Dieser Schlepper muss angekurbelt werden.

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