Ballspiele unter Flutlicht

TSV Battenberg baut Beach-Arena auf früheren Tennisplätzen

Jetzt geht es los mit der Beach-Arena auf dem Gelände der früheren Tennisplätze in Battenberg: (von links) Klaus Blaschke (Abteilungsleiter Handball), Florian Rühmer (Abteilungsleiter Volleyball), Bauunternehmer Horst Schneider, TSV-Vorsitzender Burkhard Specht und Vorstandsmitglied Siegfried Franke.
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Jetzt geht es los mit der Beach-Arena auf dem Gelände der früheren Tennisplätze in Battenberg: (von links) Klaus Blaschke (Abteilungsleiter Handball), Florian Rühmer (Abteilungsleiter Volleyball), Bauunternehmer Horst Schneider, TSV-Vorsitzender Burkhard Specht und Vorstandsmitglied Siegfried Franke.

Beach-Volleyball statt Tennis: Der TSV Battenberg baut frühere Tennisplätze um zu einer Beach-Arena.

Battenberg – In der Mitte steht noch der alte Flutlichtmast. Um diesen herum sieht es auf den beiden früheren unteren Tennisplätzen des TSV Battenberg gerade aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Tatsächlich haben Mitarbeiter der Hatzfelder Baufirma Schneider dort tonnenschwere Fundamente aus dem Boden gebaggert, die die Battenberger Tennisspieler dort vor Jahrzehnten gegossen hatten.

Der Tennis-Boom ist lange vorbei. Das hatten die Battenberger spätestens im Jahr 2013 erkannt und ihre Plätze zum Kauf angeboten. Irgendwann kam der frühere Sparten-Vorsitzende Siegfried Franke mit Volleyball-Spartenleiter Florian Rühmer ins Gespräch. Auch die Battenberger Handballer suchten etwas „Eigenes“; vor allem ein Sportheim, in dem man auch mal feiern kann. Nach weiteren Kontakten mit dem Hauptvorstand des Vereins wurde die Idee geboren: Wir bauen eine Beach-Arena!

Siegfried Franke war es auch, der durch seine Kontakte nach Wiesbaden ein Förderprogramm ausfindig machte, über das die Battenberger Beach-Arena nun einen Zuschuss von 55 000 Euro erhält. Auch die Stadt und der Landkreis wollen sich beteiligen. Der TSV Battenberg rechnet mit Gesamtkosten von 178 000 Euro.

Eine wichtige Voraussetzung für die öffentliche Förderung ist es, dass auch die Gesamtschule mit im Boot ist und die künftige Beach-Arena mit in das Schulsport-Angebot einbauen möchte. Das Sportheim wird man auch für private Feiern mieten können.

Idee für die Beach-Arena ist es, zwei Beachvolleyballfelder zu bauen. Wenn man die Felder gedanklich um 90 Grad dreht, kann man auf den Plätzen auch Beach-Handball und Beach-Soccer (Fußball) spielen, ohne dass man die Volleyballfelder ab- und Tore aufbauen müsste. Der Clou steht in der Mitte: Der heutige Flutlicht-Mast soll auch künftig alle Spielfelder ausleuchten – allerdings mit modernen und stromsparender LED-Technik. „Damit hätten wir ein Alleinstellungsmerkmal“, schwärmt Siegfried Franke, der an die früheren Tennis-Flutlichtturniere erinnert.

Mit Klaus Blaschke (Handball) und Florian Rühmer (Volleyball) sind schon mal zwei Abteilungen des TSV Battenberg mit im Boot. „Die Möglichkeit, Trendsportarten wie Beach-Volleyball oder Beach-Handball anzubieten, ist für uns wie ein Sechser im Lotto“, sagt der Vorsitzende des TSV-Gesamtvereins, Burkhard Specht.

Mit der Hatzfelder Baufirma Schneider sind zwar auch Bauprofis mit im Boot – den Mitgliedern des TSV Battenberg stehen aber noch arbeitsreiche Wochen bevor. „Wir wollen gemeinsam rund 1000 Stunden Eigenleistungen erbringen“, kündigt Florian Rühmer an. So wurden bereits Bäume, Sträucher und der Zaun rund um die alte Tennisanlage entfernt. Als nächstes geht es darum, die alte Drainage um die unteren Tennisplätze aufzunehmen.

„Wir haben noch eine leichte Finanzierungslücke“, sagt Handball-Abteilungsleiter Klaus Blaschke, der auch für die Finanzen des Gesamtvereins verantwortlich ist. Deshalb soll eine Spendenaktion gestartet werden – vergleichbar mit der für den Kunstrasen-Fußballplatz. Sponsoren werden sich auf einer großen Tafel wiederfinden.

„Das Meiste wollen wir noch in diesem Jahr schaffen“, kündigt Vereinschef Burkhard Specht an. Der Sand für die Beach-Arena – benötigt werden rund 600 Tonnen Main-Sand – soll dann im Frühjahr geliefert und in Eigenleistung verteilt werden. Wenn alles klappt, könnte die Beach-Arena im Frühjahr 2021 fertig sein, hoffen die Initiatoren. Von Thomas Hoffmeister

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