Für Raststätte oder Logistikzentrum

Battenberg plant Gewerbegebiet im Dreieck der Bundesstraßen 253 und 236

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Da soll es hin: Wo jetzt ein großes Getreidefeld ist, könnte zwischen Berghofen und Battenberg eine Tank- und Raststätte entstehen.

Battenberg. Eine große Tank- und Raststätte mit Stellplätzen für Lastwagen könnte im Dreieck der Bundesstraße 253 und 236 östlich von Battenberg entstehen.

Ein neues Gewerbegebiet möchte die Stadt Battenberg im Dreieck zwischen den Bundesstraßen 253 und 236 zwischen Battenberg und Berghofen ausweisen. Wie Bürgermeister Christian Klein in der jüngsten Ausschusssitzung erklärte, gibt es bereits zwei Interessenten, die dort eine große Tankstelle und ein Unternehmen für Logistik ansiedeln möchten.

Es gebe zwischen Dillenburg und Herzhausen keine große Tankstelle, sagte Bürgermeister Klein. Auch auf der Bundesstraße 236 aus Richtung Bromskirchen seien Tankstellen rar. Wenn man die Bundesstraße aus Münchenhausen (künftig mit Ortsumgehung) und die Planungen für eine B508 gedanklich noch mit dazu nehme, werde klar, dass der vorgesehene Standort „eine sehr attraktive Lage“ habe. Beim Bau solle der chronische Mangel an Parkplätzen für Lkw auch mit berücksichtigt werden.

Doch es gibt mehrere Probleme. Ein Gewerbegebiet „jenseits“ der Bundesstraße stelle einen neuen Siedlungsansatz dar. Um es genehmigt zu bekommen, müsste der Regionalplan Nordhessen geändert werden, berichtete der Bürgermeister. Bei einem runden Tisch mit Vertretern aller maßgeblichen Behörden seien bereits Bedenken geäußert worden. Klein: „Wenn man künftig aus Richtung Berghofen über die Kuppe kommt, wird das etwas anders aussehen.“

Bei dem Behördentermin sei deutlich geworden, dass die Aufgabe des derzeitigen Gewerbegebietes zwischen dem ehemaligen Viessmann-Werk und dem Auhammer eine „zwingende Voraussetzung“ für eine Abweichung vom Regionalplan wäre. Auch mit den Grundstückseigentümer müsse noch gesprochen werden, sagte der Battenberger Bürgermeister, der jedoch zunächst die Bereitschaft des Parlaments abfragen wollte: „Wenn das Parlament das nicht will, dann müssen wir uns keine Arbeit damit machen.“

Doch das Parlament will sehr wohl: Ortsbeirat, Bauausschuss sowie der Haupt- und Finanzausschuss unterstützten die Pläne für ein solches Gewerbegebiet einstimmig. „Wir haben keine attraktiven Gewerbeflächen mehr“, sagte Bauausschussvorsitzender Dirk Wind (BLB). „Wir finden das Projekt supergut für die Stadtentwicklung“, erklärte der Ortsvorsteher Wolfram Mattner. Matthias Vetter (FDP) äußerte die Hoffnung, dass sich dort weitere Gewerbetreibende ansiedeln. „Das muss ja keine Betonwüste werden. Man kann das auch vernünftig gestalten.“

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