Bürgerliche Battenberg stellte Antrrag

Battenberger Parlament sagt Nein zu Radwege-Brücke über B253

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Da soll sie hin: Eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke am La isaer Berg haben Bürgerliste Battenberg und die FDP ins Gespräch gebracht. Unten links sieht man den Radweg, der die Bundesstraße quert. Das Foto wurde mit einer Drohne aufgenommen. 

Was würde eine Rad- und Fußgängerbrücke im Bereich der Battenberger Festhalle über Bundesstraße 253 kosten? Das wollte die BLB wissen - und stellte einen Antrag im Parlament.

Die FDP unterstützt diesen Antrag – allerdings, wie Matthias Vetter in der jüngsten Stadtverordnetensitzung durchblicken ließ – wohl eher aus taktischen Gründen. Unbestritten sei es gefährlich, als Radfahrer oder Fußgänger die B 253 in Höhe des Penny-Marktes oder der Festhalle zu überqueren, räumte Vetter ein. „Aber dieses Ding wird ein Millionenprojekt.“ Es wäre schon viel gewonnen, wenn das Land am Ende bei der Abwägung statt einer Million für eine Brücke lieber ein paar hundert Euro für eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 oder 80 Stundenkilometer bewillige, meinte der FDP-Sprecher.

BLB-Fraktionsvorsitzender Klaus Hinrichs hatte den Antrag zuvor begründet. Die Überquerung der Bundesstraße sei für Kinder und ältere Menschen „nahezu unmöglich“, sagte Hinrichs. Das sei eine Diskriminierung eines Großteils der Bevölkerung. Klaus Hinrichs geht davon aus, dass Radwege-Projekte außerhalb geschlossener Ortschaften „bis zu 70 Prozent“ gefördert werden.

SPD brachte das Thema auf die Tagesordnung 

Die SPD habe das Thema vor einiger Zeit auf die Tagesordnung gebracht, erinnerte deren Fraktionschef Heinz-Günther Schneider. Vor weiteren Schritten solle man die noch ausstehenden Geschwindigkeitsmessungen auf der Bundesstraße abwarten, empfahl Schneider. „Wir hatten eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 80 Stundenkilometer beantragt. Das müsste doch möglich sein.“

Die Stadt Battenberg brauche in absehbarer Zeit ein neues Baugebiet. Die Weiterentwicklung „auf der anderen Seite der Bundesstraße“ sei dabei eine Option, sagte Wolfgang Stein (BL Dodenau).

Falls aber jenseits der Bundesstraße ein neues Baugebiet entstünde, würde eine solche Brücke stören und müsste möglicherweise wieder abgerissen werden, befürchtet Stein. Eine Rad- und Fußgängerbrücke koste „etwa 600 000 bis 800 000 Euro plus Nebenkosten“, sagte Bürgermeister Christian Klein nach entsprechenden Recherchen der Stadtverwaltung.

„Wie sieht denn das aus?“, fragte Siegfried Damm (SPD). Eine solche Brücke müsste mindestens eine Durchfahrt-Höhe von 4,50 Metern haben. Wenige hundert Meter weitere, in Verlängerung der Gartenstraße, existiere doch eine Straßen-Unterführung. Der Antrag wurde schließlich mit 14:11 Stimmen abgelehnt. Klaus Hinrichs hatte zuvor noch seiner Verwunderung darüber Ausdruck verliehen, „dass hier für einen Prüfauftrag so ein Fass aufgemacht wird.“

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