Radfahrer müssen über die Landesstraße fahren

Battenberger Magistrat entscheidet: Kein Radweg bei der Kröge

Die Stadt Battenberg hat geprüft, wie Radfahrer im Bereich der Kröge sicherer über die Landesstraße zwischen Battenfeld und Battenberg kommen können.
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Die Stadt Battenberg hat geprüft, wie Radfahrer im Bereich der Kröge sicherer über die Landesstraße zwischen Battenfeld und Battenberg kommen können.

Beim Battenberger Weiler Kröge wird es vorerst keinen neuen Radweg geben. Das hat der Battenberger Magistrat beschlossen.

Battenberg - Die CDU-Fraktion hatte dazu im vergangenen Jahr einen Prüfauftrag gestellt. Das Ergebnis wurde in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend in der Burgberghalle bekanntgegeben.

Wie berichtet, hatte die Nachbargemeinde Allendorf den Radweg von Battenfeld in Richtung Kröge und Elbrighäuser Grund ausgebaut. Um von dort auf den Eder-Radweg zu kommen, müsse man etwa 800 Meter über die viel befahrene Landesstraße bis zur Ederbrücke am Ortseingang von Battenberg fahren, lautete die Begründung der CDU für ihren Antrag.

Ihr Vorschlag: Die Stadt Battenberg solle einen Feldweg in der Gemarkung Kröge als Fahrradweg ausweisen, damit müssten Radfahrer nur noch etwa 250 Meter über die Landesstraße fahren. Zusätzlich sollte geprüft werden, ob ein Wanderpfad zur Landesstraße als Radweg genutzt werden kann.

Einige Bereiche sind immer nass

Der von der CDU angesprochene Feldweg sei ein überwiegend abschüssiger Grasweg, einige Bereiche seien immer nass, berichtete Bürgermeister Christian Klein. Der Weg müsste deshalb an einigen Stellen mit Schotter aufgefüllt und insgesamt mit einer wassergebundenen Decke befestigt werden. Und die Stadt sei für die regelmäßige Unterhaltung des Weges zuständig und bei Unfällen auch haftbar. Die Naturschutzbehörde habe grundsätzlich keine Bedenken, es sei aber eine Ausgleichsmaßnahme nötig.

„Mit erheblichen Kosten verbunden“

Fazit des Magistrats: „Ein Ausbau scheint unter diesen Voraussetzungen nicht zielführend und wäre mit erheblichen Kosten verbunden. Die Verwaltung wird das Thema ’verbesserte Anbindung‘ aber grundsätzlich weiter verfolgen.“

Eine Querung der Landesstraße im Bereich des Wanderpfades durch Radfahrer sei von den Verkehrsbehörden abgelehnt worden, informierte Bürgermeister Christian Klein. Autofahrer müssten sich dort durch die Bushaltestelle und den Abbiegeverkehr ohnehin sehr konzentrieren, plötzlich auftauchende Radfahrer könnten dann schnell übersehen werden, zumal man sie dort auch nicht erwarte. Zudem müssten die Radfahrer an dieser Stelle – inklusive Abbiegespur – drei Fahrstreifen der Straße überqueren.  Von Jörg Paulus

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