Battenberger Unternehmen

Sargfirma Braun ist zahlungsunfähig - Mitarbeiter bangen um ihre Jobs

Battenberg. Bei der Firma Hermann Braun GmbH & Co. KG in Battenberg bangen 34 Mitarbeiter um ihren Job. Das Unternehmen, das Särge herstellt und Kunststoffe vermahlt, ist zahlungsunfähig.

Das bestätigte der vorläufige Insolvenzverwalter Manfred Kuhne (Marburg) auf Anfrage der HNA. Kuhne sieht allerdings „Chancen für eine dauerhafte Sanierung“.

Ob alle 34 Arbeitsplätze erhalten werden können, wisse er noch nicht, sagte Manfred Kuhne. „Ich bin kein Prophet.“ Nachdem die Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung informiert wurden, sei man nun „in der Bewertung“, so der vorläufige Insolvenzvewalter. „In etwa drei Wochen wissen wir mehr.“

Die Firma war im Jahr 1924 von Georg Ludwig Braun als Holzhandlung und Schuhleistenfabrik in Beddelhausen gegründet worden. Seit 1928 hat das Unternehmen, das zeitweilig über 100 Menschen beschäftigte, seinen Sitz in Battenberg. 1967 begann die Firma Braun mit der Herstellung von Särgen.

Viele deutsche Sarg-Hersteller beklagen seit Jahren eine starke Konkurrenz aus Osteuropa. Nach HNA-Informationen werden so genannte „Kremationssärge“ für die Einäscherung verstorbener Menschen zu Preisen von 40 bis 50 Euro angeboten. Das decke nicht einmal die reinen Materialkosten, sagte ein Branchenkenner.

Der Betrieb am Auhammer läuft trotz des Insolvenzverfahrens weiter. Rechtsanwalt Kuhne bestätigte, dass bisher auch alle Löhne und Gehälter gezahlt wurden. (off)

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