Battenberg: Bedenken gegen Edeka-Markt ausgeräumt

Battenberg. Geplant wird schon seit zweieinhalb Jahren eine Verlagerung des Edeka-Marktes ins Gewerbegebiet an der Marburger Straße. Jetzt kommt Bewegung in die Sache.

Die Battenberger Ausschüsse und der Ortsbeirat haben einstimmig empfohlen, den Bebauungsplan „Im Tiefenbach/Der Hopfenacker“ als Satzung zu beschließen.

Über den Stand des Verfahrens informierte Diplom-Ingenieurin Nina Späth vom Planungsbüro Fischer die Ausschussmitglieder. Nach ihren Worten wird der neue Edeka-Markt maximal 1500 Quadratmeter Verkaufsfläche haben.

Die eingetretene Verzögerung begründete Planerin Späth damit, dass nach einer ersten Offenlegung der Pläne im Januar Bedenken der Naturschutzbehörden eingegangen seien, die eine Verlagerung der Kompensationsfläche erforderlich machten. Für Flächen, die durch den künftigen Markt und dessen Parkplätze versiegelt werden, muss an anderer Stelle ein Ausgleich geschaffen werden. Dafür soll eine Wiese mit Obstbäumen angelegt werden. Die Fläche muss die Stadt zum Teil vom Forstamt erwerben.

Wand für die Laderampe 

Wegen möglicher Lärmbelästigungen hatte das Planungsbüro ein schalltechnisches Gutachten erstellen lassen. Ergebnis laut Planerin Späth: Die Laderampe für den neuen Edeka-Markt „muss mit einer Wand umschlossen werden“. Das habe man im Plan entsprechend ergänzt.

Einigermaßen irritiert haben die Battenberger auf eine Eingabe der Verwaltungsgemeinschaft Allendorf/Bromskirchen reagiert, die während der zweiten Offenlegung im Mai plötzlich Bedenken geltend machte und „negative Auswirkungen“ eines großflächigen Edeka-Marktes auf die bestehenden Lebensmittelgeschäfte (Aldi, Rewe, Lidl) im Einkaufszentrum Battenfeld befürchtete. Die Sorge, dass der neue Edeka-Markt zu groß geplant sein, „können wir mit gutem Gewissen verneinen“, sagte Planerin Nina Späth. Und weiter: „Wir erwarten einen Umsatz, der in etwa dem Kaufkraftniveau der Battenberger entspricht.“ Mit dem Regierungspräsidium in Kassel habe man diesbezüglich „Konsens erzielen können“.

Er habe seinen Amtskollegen Claus Junghenn auf die Eingabe angesprochen, berichtete Bürgermeister Christian Klein. Junghenn habe geantwortet, er müsse „die Interessen seiner Kaufmannschaft vertreten“. Es sei erstaunlich, dass dies dem Allendorfer Bürgermeister erst bei der zweiten Offenlegung bewusst geworden sei, merkte Jens-Ulrich Schmidt (SPD) an.

In der kommenden Woche soll das Stadtparlament den Bebauungsplan als Satzung beschließen. Dann kann es bald losgehen. Wann genau - dazu wagte Bürgermeister Klein „keine Prognose“.

Rubriklistenbild: © dpa

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