Bistum Limburg: Lutz Klein hilft, Finanzen zu überwachen

Limburg/Battenberg. Mit Geld soll im Bistum Limburg künftig vorsichtig umgegangen werden - und offener als bislang. Dafür sorgt eine Reform der Vermögensverwaltung, die auf externe Kompetenz setzt.

Dem Diözesanvermögensverwaltungsrat als neuem Kontrollgremium gehört auch der Battenberger Lutz Klein an.

„Die neue Struktur ist ein Meilenstein", sagt Domkapitular Wolfgang Rösch. Finanzdezernent Gordon Sobbeck ergänzt, nur wenige andere Diözesen in Deutschland hätten eine derart modern und transparent aufgestellte Vermögensverwaltung. Die Tendenz gehe aber überall in diese Richtung - als Lehre aus den Limburger Ereignissen um den früheren Bischof Tebartz-van Elst.

Der Bischof macht das Recht im Bistum, macht die Gesetze. Sollte tatsächlich noch in diesem Jahr ein neuer Mann auf dem Limburger Bischofsstuhl Platz nehmen, könnte er also die Reform zurückdrehen, die seit dem 1. April in Kraft ist und die Struktur der Vermögensverwaltung im Bistum komplett verändert. „Ich halte so ein Szenario aber für extrem unwahrscheinlich“, sagt Peter Platen, Leiter der Abteilung Kirchliches Recht im Bistum.

Mitglied im fünfköpfigen Kontrollgremium: Lutz Klein. Foto:  nh

Die neue Struktur, das erläutert Finanzdezernent Gordon Sobbeck, habe drei Ziele: Transparenz ausbauen, sowohl strukturell als auch prozessorientiert; mehr externe Kompetenz gewinnen; eine personelle Entflechtung in Leitungs-, ausführenden und Aufsichtsgremien. Die Finanzen des Bistums seien ein Thema, das eine breite Öffentlichkeit im Blick habe, merkt Domkapitular Wolfgang Rösch als ständiger Vertreter des Apostolischen Administrators Manfred Grothe an. Dem wolle man gerecht werden. „Wir nehmen die Geschichte als Anlass, grundlegende Dinge zu lernen und anzugehen, was vielleicht vorher schon Thema war“, sagt Rösch.

Von Malte Glotz

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Rubriklistenbild: © dpa

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