Amtsinhaber mit 87,4 Prozent wiedergewählt

Nach Wahlsieg: Battenbergs Bürgermeister Christian Klein kritisiert Wahlkampfstil von Reiner Arnold

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Wahlsieger: Viele Glückwünsche gab es für den deutlichen Wahlsieg von Battenbergs Bürgermeister Christian Klein – hier im Bild zusammen mit Familie und Erstem Kreisbeigeordneten Karl-Friedrich Frese. Von links: Carolin Klein, Christian Klein, Ehefrau Heike Klein, Niklas Klein und Karl-Friedrich Frese. 

Battenberg – „Ebbe langt’s“. Mit diesem südhessischen Ausdruck machte der wiedergewählte Battenberger Bürgermeister Christian Klein in seiner Ansprache seinem Unmut über den „diskreditierenden“ Wahlkampfstil des Herausforderers Reiner Arnold Luft.

Arnold habe die ehrenamtlichen Parlamentarier als Blockparteien bezeichnet, „ohne auch nur eine Handvoll Sitzungen zu besuchen“, sagte Christian Klein am Sonntagabend vor rund 70 Gästen in der Battenberger Neuburg. Klein hatte die Wahl gerade mit 87,4 Prozent gegen Arnold (12,6 Prozent) gewonnen. 

Arnold schreibe „in abwertender Weise von Systemlingen und Gesinde des Grundherren“ und beschädigte die städtischen Gremien und Mitarbeiter“. Er ziehe Parallelen zur NS-Zeit, spreche von einem gleichgeschalteten Parlament und rücke Kleins Person in die Nähe der Hitlerdiktatur – „eine bodenlose Frechheit“, sagte Klein.

Arnold habe in Teilen die Zusammenarbeit mit der Presse verweigert, unwahre Behauptungen über die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen aufgestellt, mit falschen Haushaltszahlen agiert und die Friedhofsgebühren als Melkinstrument für den leeren Stadtsäckel bezeichnet. Damit offenbare er „eklatante Unkenntnis“. Aber was noch viel Schlimmer sei, er suggeriere, „dass die Parlamentarierer die Bürger ausnehmen wollen“, sagte Klein.

Nach seiner Rede nahm der Wahlsieger die Glückwünsche seiner Gäste entgegen. Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese sprach bei dem Wahlausgang von einem „wichtigen Tag“ für die Stadt Battenberg. „Hier wird alles guten Lösungen zugeführt“, sagte Frese – das liege insbesondere an Kleins „Tatkraft, Energie, Weitblick und Beharrungsvermögen“.

Unter Kleins Führung werde die Stadt weiterhin eine gute Entwicklung nehmen, sagte Frese, wobei er auch die Herausforderungen nannte: Eine schwierige Aufgabe sei das „Drehleiterproblem“, beim Ärztezentrum sei man auf einem guten Weg und was den Anbau an die Kitas in Laisa und Battenberg angehe, müsse das Land Fördergeld zur Verfügung stellen.

„Mit dem gemeinsamen Gewerbegebiet haben wir den richtigen Weg eingeschlagen“, sagte Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch. Dass Wahlsieger Klein im Kreise der heimischen Bürgermeister als „Kollege und Vermittler“ sehr beliebt sei, machte Frankenaus Bürgermeister Björn Brede deutlich. Weitere Gratulanten waren unter anderem die CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg, weitere Bürgermeister, die Altbürgermeister Heinfried Horsel und Lutz Klein und der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Heinz-Günther Schneider, der in seiner Rede ebenfalls Arnolds Stil kritisierte. 

Das sagt Reiner Arnold

Herausforderer Reiner Arnold war nicht zur Bekanntgabe des Wahlergebnisse im Battenberger Rathaus erschienen. Er teilte der HNA in einer Pressemitteilung mit, dass er Christian  Klein schriftlich gratuliert habe. 

„Der Souverän hat entschieden (...). Das ist gut so und auch für mich zu akzeptieren“, erklärte Arnold. Mit seinem Wahlergebnis sei er „vollends zufrieden, zumal ich bekanntlich Realist und kein Träumer bin“. Im Rahmen seiner Fähigkeiten und Möglichkeiten habe er sein Bestes gegeben. „Als Bürger habe ich leider die Befürchtung, dass sich in Battenberg in absehbarer Zeit nichts zum Besseren  verändern wir“, schrieb er. 

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