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Dorfentwicklung in Battenberg läuft noch bis zum Jahresende

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Von: Jörg Paulus

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Das Haus Starck in der Hauptstraße in Battenberg wurde von der Stadt gekauft. Es soll abgerissen werden, falls sich ein Investor und Betreiber für das geplante Betreute Wohnen mit Begegnungszentrum findet. In dem ehemaligen Lebensmittelgeschäft ist derzeit der Battenberger Kunstverein zuhause.
Das Haus Starck in der Hauptstraße in Battenberg wurde von der Stadt gekauft. Es soll abgerissen werden, falls sich ein Investor und Betreiber für das geplante Betreute Wohnen mit Begegnungszentrum findet. © Jörg Paulus

Das Dorfentwicklungsprogramm in Battenberg ist auf die Zielgerade gebogen, das Förderprogramm geht Ende dieses Jahres zu Ende.

Battenberg - Für Privatleute heißt das, dass sie noch bis zum 31. Dezember 2022 beim Landkreis Förderanträge für ihre privaten Umbau- und Sanierungsvorhaben stellen können. Auch die Stadt selbst hat noch kommunale Projekte geplant.

Battenberg war mit allen Stadtteilen 2013 in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen (früher Dorferneuerung) aufgenommen worden. Seitdem sind bereits 133 private Projekte gefördert worden. Die zuwendungsfähigen Ausgaben betrugen zusammen rund 8,4 Millionen Euro, der Zuschussanteil 2,8 Millionen.

Wer ein Gebäude im Fördergebiet – meistens umfasst das den Ortskern – zum Beispiel saniert oder zu Wohnraum umbaut, kann einen Zuschuss des Landes in Höhe von 35 Prozent auf die förderfähigen Nettokosten erhalten, maximal 45 000 Euro; bei Kulturdenkmälern 60 000 Euro und für den Umbau von Wirtschaftsgebäuden zu maximal drei Wohnungen sogar bis zu 200 000 Euro.

„Läuft sehr gut“

„Die Dorfentwicklung in Battenberg läuft sehr gut, es konnten bisher viele gute Projekte im privaten und kommunalen Bereich durchgeführt werden“, sagt Theresia Schneider, die beim Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises für Battenberg zuständig ist. „Besonders erfreulich ist, dass in verschiedenen Orten gleich mehrere private Gebäude in einer Straße gefördert werden konnten und so eine Aufwertung des Ortskerns erreicht wird.“

Informationen zum Antragsverfahren gibt es bei der Stadtverwaltung (Reiner Zissel) oder auf der Homepage battenberg-eder.de.

Bisher 16 kommunale Projekte

Die Stadt Battenberg hat bislang 16 kommunale Projekte mit Geld aus dem Dorfentwicklungsprogramm umgesetzt – unter anderem die Errichtung des Mehrgenerationenspielplatzes in Frohnhausen, den Umbau des Milchhäuschens in Laisa sowie die Sanierungen der Mehrzweckhalle in Dodenau und des Nebengebäudes der Stadtverwaltung.

Die 16 Projekte ergaben förderfähige Gesamtkosten von rund 1,1 Millionen Euro, der Zuschuss durch das Land betrug 790 000 Euro.

Auch ein Architekten-Vertrag zählt dazu: Architekt Karl-Hermann Emde aus Bad Wildungen wird von der Stadt bezahlt, um die Bürger kostenlos bei deren privaten Projekten zu beraten.

Gesundheitszentrum wird gefördert

Der geplante Neubau des Gesundheitszentrums in der Senonchesstraße in Battenberg wird ebenfalls über das Dorfentwicklungsprogramm gefördert. Der Zuschuss an den Gesamtkosten von geplanten 4,6 Millionen Euro ist auf 1,2 Millionen Euro gedeckelt.

Für dieses Jahr stehen noch drei Projekte auf der Liste; ob sie umgesetzt werden, muss die Stadtverordnetenversammlung entscheiden. Die coronabedingte Erhöhung der Förderquote um 15 Prozent für kommunale Maßnahmen wurde bis zum 31. Dezember 2022 verlängert, sodass der Zuschuss durch das Land Hessen voraussichtlich 80 Prozent beträgt.

- Dorf-App: Die Stadt möchte einen digitalen Dorfplatz einrichten, also eine App für Battenberg, über die die Stadt die Bevölkerung informiert, auf der sich aber auch Bürger, Vereine und Gruppen untereinander auf Seiten und in Chats austauschen. Andere Kommunen wie Hatzfeld haben schon eine solche App. Die Kosten für drei Jahre liegen bei 18 000 Euro.

- Haus Starck: Die Stadt hatte das Haus in der Hauptstraße in Battenberg gekauft, um eine Einrichtung für Betreutes Wohnen und ein Begegnungszentrum zu errichten. Der Abriss des Hauses soll etwa 70 000 Euro kosten. Der Abriss kann allerdings nur umgesetzt werden, wenn die Stadt einen Investor und Betreiber für das Wohnprojekt findet.

- Dreschhalle Laisa: Die Dreschhalle am Ortsrand Richtung Berghofen ist sanierungsbedürftig, eine Kostenschätzung geht von etwa 57 000 Euro aus. In dem städtischen Holzgebäude stehen die noch funktionsfähige Dreschmaschine und andere historische Geräte, die unter anderem beim Festzug des Rückersfestes gezeigt werden.

„Das Dorferneuerungsprogramm hat sowohl den Bürgern als auch der Stadt viele Projekte ermöglicht. Ich hoffe, dass es uns noch gelingt, gemeinsam viele Vorhaben umzusetzen“, sagt Battenbergs Bürgermeister Christian Klein.

Von Jörg Paulus

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