Qualität und Effizienz müssen stimmen

Eisenwerk Hasenclever investiert Millionen in Standort Battenberg

Mit einem aufgeschnittenen Turbolader-Gehäuse: Die beiden Hasenclever-Geschäftsführer Norbert Gerling (links) und Rabah Amani. Foto: Hoffmeister

Battenberg. Volle Auftragsbücher meldet der Autozulieferer Hasenclever. Die Zahl der Mitarbeiter ist auf 778 gewachsen, 2015 und 2016 fließen 13,6 Millionen Euro in den Standort Battenberg.

„Wir sind ein innovatives Unternehmen, mit Abstand Marktführer in Europa“, sagt Rabah Amani. Der neue technische Geschäftsführer des Battenberger Eisenwerkes Hasenclever benutzt die Sprache der Autotester, wenn er anfügt: „Aber bisher haben wir unsere PS nicht auf die Straße gebracht.“

Der Autozulieferer vom Auhammer hat schwere Zeiten hinter sich. Mehrfach drohte über 600 Mitarbeitern die Entlassung. Ebenfalls mehrfach wurden führende Köpfe ausgewechselt - zuletzt der technische Geschäftsführer Dr. Volker Lorenz. Nun scheint mit Rabah Amani der Richtige gefunden: Der Diplom-Ingenieur für Gießereitechnik war im Schwesterwerk Brühl Projektingenieur, Werksleiter und technischer Geschäftsführer. „Mit Automatisierung und Effizienzsteigerung kenne ich mich aus“, sagte der 57-Jährige. „Es ist ja toll, dass wir innovative Produkte haben. Aber wir müssen damit auch Geld verdienen.“

Nach der Entwicklung von hochtemperaturfesten Stahlguss-Turboladern und -abgaskrümmern, die für aufgeladene Benzinmotoren gebraucht werden, geht es nun um die Großserien-Fertigung. Um auf dem knallharten Autozulieferer-Markt bestehen zu können, müssten Qualität und Effizienz stimmen, sagt Amani. Die Menge der Stahlguss-Turbolader und Abgaskrümmer soll von 2,4 Millionen auf über 3 Millionen pro Jahr wachsen. Die Absatzprognose sagt bis 2020 ein weiteres, 50-prozentiges Wachstum voraus. (off)

Welche konkreten Investitionen das Unternehmen Hasenclever in den beiden kommenden Jahren plant, lesen Sie in der gedruckten Donnerstag-Ausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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