Klimaschutz-Pläne

Fußball-Verbandsligist FC Ederbergland strebt null Emissionen an

Leistungsträger: FCE-Kapitän Fabian Mohr (rechts, hier gegen den Biebricher Sebastian Gurok) ist derzeit gut in Form und überzeugt durch großen Einsatz.
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FC Ederbergland: Hier Kapitän Fabian Mohr (rechts) im Spiel gegen den Bebricher Sebastian Gurok).

Ausdrücklich begrüßt hat die breite Mehrheit der Battenberger Stadtverordnetenversammlung die Absicht des Fußball-Verbandsligisten FC Ederbergland, über ein besonderes Konzept zusammen mit dem Hauptsponsor Viessmann zu einem Null-Emissionen-Verein zu werden.

Allendorf/Battenberg - Was darunter zu verstehen ist, hatten FCE-Vorsitzender Heinfried Horsel und Klimaschutzmanager Rainer Zollner zuvor bereits im Ausschuss für Tourismus, Umwelt, Landwirtschaft, Jugend, Sport und Kultur erläutert, wie der Ausschussvorsitzende Tobias Kirchhain im Parlament berichtete.

Die beiden Vereine SV Allendorf und TSV Battenberg, die die Trainingsanlagen für den FC Ederbergland bereitstellen, haben bereits in den Klimaschutz investiert – zum Beispiel, indem Flutlichtstrahler gegen LED-Leuchten ersetzt wurden, Solarthermie die Brauchwasseranlage und die Heizung unterstützt und Fotovoltaik-Anlagen auf den vereinseigenen Gebäuden installiert wurden.

Im nächsten Schritt will der Verein bei der Anreise zu Heim- und Auswärtsspielen möglichst Elektrofahrzeuge oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Auch bei der Beschaffung von Sportkleidung, Ausrüstung und Ausstattung will man möglichst wenig Kohlendioxid emittieren. Das gilt auch für den organisatorischen Bereich mit entsprechenden Kopierern und Druckern. Die Bewirtung der Zuschauer soll möglichst mit klimafreundlichen Produkten (regional, saisonal, möglichst fleischreduziert, Einsatz von Mehrweggeschirr) erfolgen.

„Ein recht gut aufgestelltes Projekt“

„Das ist schon ein recht gut aufgestelltes Projekt“, lobte Tobias Kirchhain (CDU). Er äußerte die Hoffnung, dass auch andere Vereine von diesem Konzept profitieren. Auch Vera Dekorsi (BL Dodenau) begrüßte die Initiative, die zeige, dass Klimaschutz „auch im Kleinen schon möglich ist“.

Ressourcenschonung und effiziente Nutzung von Energie sei durchaus sinnvoll, sagte Dr. Andreas Salzmann (AfD). Klimaschutz sei aber, von der ursprünglichen Bedeutung, ein Widerspruch in sich. Es gebe auch keine „erneuerbaren Energien“. Dem Antrag könne er demnach „bedauerlicherweise“ nicht seine Zustimmung geben.

Das taten die übrigen 28 anwesenden Stadtverordneten mit umso größerer Überzeugung. Auch das Allendorfer Gemeindeparlament hatte in der vergangenen Woche das Vorhaben des FC Ederbergland ausdrücklich begrüßt.

Heinfried Horsel, Vorsitzender des FC Ederbergland.

Nach Auskunft des 1. Vorsitzenden Heinfried Horsel unterstützt auch der Hessische Fußballverband das Null-Emissionen-Ziel des FC Ederbergland und ist bereit, das Vorhaben als Pilotprojekt zu fördern.

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