"Zukunftsweisendes Konzept"

Förderprogramm Battenberg: Fünf Leitprojekte werden weiter verfolgt

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Hier gibt es schon viele Vorschläge für eine Umgestaltung: Der Hänsel- und-Gretel-Platz in Battenberg ist eines der Wahrzeichen und ein beliebter Treffpunkt der Stadt Battenberg.

Battenberg. Es geht voran beim Förderprogramm Dorfentwicklung: Der Haupt- und Finanzausschuss hat am Donnerstag 89.000 Euro für Planungsleistungen bereit gestellt.

"Battenberg möchte ein zukunftsweisendes Konzept aufstellen. Dafür brauchen wir das parlamentarische Okay“, sagte Bürgermeister Christian Klein. Die Bereitstellung von Planungskosten bedeutete jedoch nicht, dass alle Projekte in der derzeit diskutierten Form auch verwirklicht würden. „Wir sind nicht an die anbietenden Büros gebunden. Bei Fehlentwicklungen kann man noch umsteuern“, sagte Christian Klein.

Für folgende Projekte wurden Angebote eingeholt:

• Beispielnutzung für leer stehende Gebäude (ehemaliges Milchhäuschen Laisa)

• Revitalisierungskonzepte für zwei Stadtteile (Berghofen und Frohnhausen)

• Umbau und Modernisierung der Neuburg

• Neugestaltung des Hänsel- und-Gretel-Platzes

• Konzept für einen Kunstweg.

Der Gesamtbetrag für alle Planungsleistungen wurde auf 89.027 Euro beziffert. Ulrike Steiner erläuterte Vorschläge für eine mögliche Umgestaltung des Hänsel-und-Gretel-Platzes, der „zum Mittelpunkt“ der Stadt geworden sei. Da sich die Nutzung des Platzes durch das „Alt Battenberg“ verändert habe, biete sich eine Veränderung an, die in Stufen erfolgen solle.

Im unteren Bereich könnte man die Mauer „abtreppen“ und so weitere Sitzgelegenheiten schaffen. Der Zaun über der Mauer könnte wegfallen. Als Abgrenzung zur Straße könnte man eine Hecke anpflanzen, sagte Ulrike Steiner. Den oberen Teil sollte man teilen und einen dieser Teile begradigen, „damit man da auch mal ein Zelt hinstellen kann“. Die Steinskulptur des Battenberger Bären sollte einen herausgehobeneren Platz erhalten. Für Fahrräder solle Parkraum geschaffen werden, berichtete Steiner von weiteren Vorschlägen aus der Arbeitsgruppe.

„Schon viel zu weit“

„Eigentlich sind Sie schon viel zu weit“, sagte Sigrid Göbel vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises. Sie bescheinigte den Battenberger Arbeitsgruppen großes Engagement: „Sie haben schon intensiv vorgearbeitet und scharren jetzt verständlicherweise mit den Hufen.“ Sigrid Göbel sicherte den Battenbergern den erhofften 65-Prozent-Zuschuss „für Leitprojekte der Dorfentwicklung“ zu.

Marlit Peikert stellte das Wegekonzept „Kunst verbindet“ vor; einen Themen-Wanderweg, der im ersten Schritt die Ortsteile Battenberg, Berghofen und Laisa verbinden soll. Später sollen auch Dodenau und Frohnhausen eingebunden werden.

Mit Kunstwerken entlang dieses Wanderweges solle das Projekt auch für eine touristische Belebung der Region sorgen, sagte Marlit Peikert. Das Projekt solle „über mindestens zehn Jahre wachsen“. Zunächst müsse jedoch ein ausführliches Konzept erstellt werden. 

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