Fragebogen soll neue Ideen für Laisaer Vereine bringen

Sie haben ihn schon ausgefüllt: Laisas Ortsvorsteher Jörg Paulus (links) und Bastian Belz, der Vorsitzende der Trachtengruppe, mit dem Vereinsfragebogen, der das Vereins- und Freizeitangebot in Laisa weiter verbessern soll. Foto:  zpd

Laisa. Mit einer Fragebogen-Aktion soll die Attraktivität des Vereinsangebots in Laisa weiter ausgebaut werden. Die Fragebögen werden derzeit in den Jahreshauptversammlungen der Laisaer Vereine an die Mitglieder verteilt.

„Wir haben in Laisa schon sehr aktive Vereine mit einem großen Angebot, allerdings hat sich dieses Angebot seit Jahrzehnten kaum verändert“, sagt Ortsvorsteher Jörg Paulus, der den Fragebogen ausgearbeitet hat. So gibt es zum Beispiel im TSV Laisa seit Jahrzehnten nur die Sparten Fußball, Turnen und Tischtennis. Ein neuer Pilates-Kurs, der seit etwa zwei Jahren über den TSV läuft und gut angenommen wird, zeige aber, dass neue Angebote gewünscht werden. „Die Ansprüche von uns allen und das Freizeitverhalten haben sich verändert“, sagt der Ortsvorsteher, der selbst Mitglied in den meisten Laisaer Vereinen ist und Vorsitzender der Trachtengruppe war.

Dass es Zeit sei, sich das Vereinsangebot etwas genauer anzuschauen, zeige sich an einigen Beispielen im Dorf: Die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr ruhen im Moment, weil keine Kinder und Jugendliche mitmachen. Auf der anderen Seite hat die Kindertanzgruppe des Heimatvereins in den vergangenen Monaten einen großen Zulauf von Kindern auch aus anderen Orten bekommen.

Und gleichzeitig sind neue Gruppen in Laisa entstanden: der Singtreff im Männergesangverein, der vor einem Jahr gegründet wurde und heute 36 Sängerinnen und Sänger hat, eine offene Nordic-Walking-Gruppe, die sich ein Mal wöchentlich zum gemeinsamen Laufen trifft, und der Pilates-Kurs, der dem TSV zehn neue Mitglieder beschert hat und vor allem Frauen zwischen 30 und 50 anspricht, die sich für die Turnfrauen-Sparte vermutlich zu jung fühlen.

„Der Fragebogen soll keine Kritik an den Vereinen sein, die machen richtig gute Arbeit“, stellt Ortsvorsteher Paulus klar. „Er soll vielmehr eine Diskussion anregen, vielleicht kommen ja Ideen dabei heraus, die die Vereine umsetzen wollen. Und vielleicht entstehen neue Sparten oder gar neue Vereine.“

Was die Vorstände letztlich mit den Antworten machen, bleibt ihnen überlassen. Jörg Paulus fände es aber gut, einfach mal etwas Neues anzubieten und auszuprobieren. „Beispiele wie der Singtreff und der Pilates-Kurs zeigen, dass das erfolgreich sein kann.“ (zpd)

Was der Fragebogen konkret von den Mitgliedern wissen will, lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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