Großübung in der Tagespflege: Feuerwehr rettet vermisste Person

Freitag, 17.31 Uhr: Bei Flutlicht-Beleuchtung gehen die Wehren gegen den „Brand“ in der Tagespfegestätte „Haus am Wald“ in Laisa vor. Fotos: Arnold

Battenberg/Laisa. Die Sirenen heulen. Feueralarm für die Battenberger Feuerwehren. In der Kernstadt und den Stadtteilen Berghofen, Dodenau, Frohnhausen und Laisa werden die Freiwilligen zur gemeinsamen Großübung gerufen.

In der Tagespflegestätte „Haus am Wald“ in Laisa hat die Brandmeldeanlage den Alarm ausgelöst. Sechs Minuten später ist die Laisaer Feuerwehr vor Ort und legt die erste Wasserversorgung. Wehrführer Jörg Herzog übernimmt die Einsatzleitung.

Die Ausgangslage ist starke Rauchentwicklung aus dem Haus, „und wir vermissen noch sieben, teilweise demente, pflegebedürftige Menschen“, berichtet Eylin Braband von der Heimleitung dem Einsatzleiter.

Absprache: Stadtbrandinspektor Michael Wenzel mit Atemschutzgeräteträger Stephan Bergener.

Wenig später treffen die Wehren aus Battenberg mit Stadtbrandinspektor Michael Wenzel und die Wehren aus Berghofen und Dodenau ein. Sechs Atemschutzgeräteträger legen ihre Ausrüstung an und gehen in das Haus, um die vermissten Menschen zu retten. Auf den Brandangriff mit Wasser wird hier im Übungsfall verzichtet, doch die Wehren bauen von verschiedenen Hydranten im Dorf eine Wasserversorgung auf. Fast gleichzeitig mit der Personenrettung heißt es „Wasser marsch“ auf dem Gelände neben dem „Haus am Wald“.

Die Menschenrettung stellt sich für die Atemschutzgeräteträger als schwierige Aufgabe dar: Wegen Stromausfalls ist alles dunkel. Außerdem wehren sich zwei der Heimbewohner gegen ihre Rettung, doch nach gut 20 Minuten sind alle in Sicherheit auf dem Sammelplatz.

„Im Ernstfall würde unser Fahrdienst die Menschen jetzt in das DGH fahren, wo dann auch ein Notfallmanagement eingerichtet würde“, erklärt Heimleiterin Claudia Bauer. „Wir hatten unser Heim für diese Übung angeboten, und ich freue mich, dass die Zusammenarbeit der Feuerwehren so gut klappt und dass auch Bürgermeister Christian Klein sich das angesehen hat“, sagt Bauer.

„Für mich ist es beeindruckend, wie schnell die Leute vor Ort waren, wenn sie auch heute mit den Widrigkeiten der Technik zu kämpfen hatten, weil das Feuerwehrauto in Frohnhausen nicht angesprungen ist“, sagte der Bürgermeister. Das war auch der Grund, warum die Frohnhäuser nicht an der Übung teilnahmen.

Zufrieden mit dem Einsatz war auch Stadtbrandinspektor Michael Wenzel, der die Einsatzleitung an Jörg Herzog, den Laisaer Wehrführer, übertragen hatte. Auch das gehöre zu einer Großübung: im Vertretungsfall einspringen zu können, um die Koordination eines Einsatzes zu leiten.

Die Manöverkritik fand im Anschluss im Feuerwehrgerätehaus in Laisa statt. Dazu sagte Jörg Herzog: „Hier haben wir bei einem kleinen Imbiss besprochen, was gut gelaufen ist und was noch verbessert werden muss.“

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