Projektleiter zieht positive Zwischenbilanz

Battenberger Holzbildhauer-Symposium lockt viele Besucher

Holzbildhauer-Symposium Battenberg:  Unser Bild zeigt Künstlerin Daniela Schönemann aus Halle mit ihrer Skulptur aus der Serie „Wild“. Die vierjährige Ria Bader darf fühlen, wie scharf die Zähne sind.
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Holzbildhauer-Symposium Battenberg: Unser Bild zeigt Künstlerin Daniela Schönemann aus Halle mit ihrer Skulptur aus der Serie „Wild“. Die vierjährige Ria Bader darf fühlen, wie scharf die Zähne sind.

Eine positive Zwischenbilanz hat Projektleiter Beat Hodel am vierten Tag des Battenberger Holzbildhauer-Symposiums gezogen.

Battenberg - „Wir hatten schon sehr viele Besucher, selbst aus den Niederlanden, aus Hamburg, Kassel oder Darmstadt. Nachmittags ist hier richtig Action. Alle sind froh, dass endlich mal wieder aktiv was los ist“, sagt Hodel, der kurz zuvor eine Gruppe des evangelischen Kindergartens und des DRK-Seniorenzentrums über die einzelnen Höfe geführt hatte.

Aus einem mächtigen Eichenstamm, den der frühere Stadtrat Lorenz Kreis bei der Eröffnungsfeier noch als „Kanone“ bezeichnet hatte, hat Künstler Edvardas Racevicius aus Greifswald inzwischen einen liegenden Mann gesägt. „Er bekommt noch ein Gesicht und wird angemalt“, kündigt Racevicius an.

Auf dem Hof gegenüber entsteht die Installation „Viele Monde sind still geschwommen“ von Angela Hiß aus Düsseldorf. Aus Lärchenholz hat die Künstlerin vier Baumscheiben geschnitten und diese „intensiv abgeschliffen“. Nun kann man die Jahresringe des Baumes gut sehen. Die Scheiben werden noch zusammengesteckt.

„Ich komme kaum zum Arbeiten“

Aus einem Eichenstamm sägt Raimund Göbner einen britischen MGA-Sportwagen. „Die Resonanz ist total super. Ich komme kaum zum Arbeiten“, lacht Göbner. Am Ende soll sein Werk senkrecht aufgestellt werden. Er sorgt sich auf dem Hof der Familie Wichmann um die Nachbarn, die den Lärm seiner Motorsägen aushalten müssen: „Aber noch hat keiner mit Schrot auf mich geschossen.“

Auch an ihrem Geburtstag arbeitete Sieglinde Gros aus Michelstadt an ihrer Skulptur „Am Schopfe packen“. Der lange Zopf stehe für einen Geduldsfaden und den Gedankenfluss, erklärt die Künstlerin. Das Märchen Rapunzel und der Turm der Kellerburg hätten sie inspiriert, sagt Gros.

Vielen Kindern hat Daniela Schönemann aus Halle schon ihr neuestes Werk aus der Serie „Wild“ erklärt. Zwischen den spitzen Zähnen eines Holz-Raubtieres erkennt man ein menschliches Gesicht. Viele Kinder finden das spannend und fühlen der Skulptur „auf den Zahn“.

Finissage am Samstag

Noch bis Samstag kann man den Künstlern bei der Arbeit zuschauen. Feierlich beendet wird die Woche am Samstag um 14 Uhr in der Marburger Straße.  

Raimund Göbner bei der Arbeit: Aus einem Stamm sägt er einem englischen Sportwagen.
Sieglinde Gros mit ihrer Skulptur „Am Schopfe packen“, inspiriert durch das Märchen Rapunzel.

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