Kinder lernen im Battenberger Hallenbad das Schwimmen

Mit ihren Schwimmnudeln: (vorne von links) Talia Demir, Josephine Dehnert und Neyla Arslan lernen im Anfängerkurs mit Schwimmmeister Nicolas Kühler (hinten) das Schwimmen. Fotos: Brauner

In zehn Stunden lernen Kinder im Battenberger Hallenbad unter fachkundiger Aufsicht das Schwimmen.

Battenberg. Keine Welle regt sich im Schwimmerbecken des Battenberger Hallenbads. Das Wasser ist ruhig und spiegelglatt. Vorfreudiges Lachen durchdringt die Stille. Am Beckenrand stehen sechs Kinder im ansonsten leeren Bad. Allesamt haben sie ein Ziel: Das Seepferdchen. In zehn Schwimmstunden haben die Kinder die Chance, den begehrten Aufnäher zu erhalten. Heute ist die sechste Schwimmstunde.

„Ab ins Wasser“, sagt Bademeister Nicolas Kühler zu den Kindern. Unter lautem Getöse geht es ins Wasser – mit Schaumstoffnudeln und -brettern als Schwimmhilfe. „Für das Seepferdchen müssen sie ohne Hilfe 25 Meter schwimmen können und einen Ring aus schulterhohem Wasser ertauchen“, erklärt Kühler.

Nun beobachtet er genau die Technik seiner Schüler. Mal über Wasser, mal unter Wasser. Immer wieder gibt er Tipps und motiviert. „Feste zusammen die Beine, nicht auf den Händen ausruhen“, ruft er einer Schülerin zu. „Schwung mitnehmen“, sagt er zu einer anderen. „Nutze das Gleiten, dann sparst du Kraft“, ist ein weiterer Ratschlag. Oder er ermahnt die Kinder: „In der Nähe bleiben, aufs Schwimmen konzentrieren“, ruft er zu Kindern, die anfangen, im Wasser herumzualbern.

Eine Stunde dauert der Kurs. Nach 45 Minuten sitzen die ersten Kinder am Beckenrand, brauchen eine kleine Pause. „Eine Runde machen wir noch“, sagt Kühler. Er zeigt ihnen dabei noch einmal die Technik: Armzug, Beinschlag und Atmung. Dazwischen das Gleiten im Wasser. „Ich zeige den Kindern immer die idealtypische Schwimmtechnik“, erklärt Kühler. Doch erst einmal gehe es darum, dass sie sich im Wasser fortbewegen können.

Eine Seepferdchen-Garantie könne er aber nicht geben, sagt Kühler. Jedes Kind reagiere anders auf das Wasser. Manche seien damit sofort vertraut, fügt er an. „Andere brauchen einfach länger. Sie haben Angst vor dem Wasser.“ Dann empfehle er den Eltern, ihr Kind ans Wasser zu gewöhnen und es später nochmal mit einem Schwimmkurs zu versuchen.

Zum Schluss geht es für die Gruppe ins Nichtschwimmerbecken. Nicolas Kühler wirft Ringe ins Wasser, die Schüler tauchen danach. Dann ist der Kurs auch schon vorbei. Für die meisten Kinder zu früh, stellt Kühler lachend fest.

Von Frank Brauner

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.