Löschfahrzeug für Battenberg - Diskussion um Geldverschwendung

Für den Katastrophenschutz: Die Feuerwehr Battenberg soll ein solches Einsatzfahrzeug vom Typ LF 10 KATS erhalten. Foto: nh

Battenberg. Kuriose Situation im Oberen Edertal: Battenberg und Allendorf brauchen je ein Löschfahrzeug für den Katastrophenschutzzug.

Wären beide Orte nicht nur ein Mittelzentrum, sondern eine Kommune, würde ein Fahrzeug reichen. Im Parlament wurde deshalb von Geldverschwendung gesprochen.

Das Einsatzfahrzeug der Battenberger Feuerwehr vom Typ LF 8-Öl soll nach einem Kabelbrand ausgemustert werden. Bei der Reparatur wurden weitere Schäden festgestellt, deren Behebung rund 5000 Euro kosten würde. Die Schäden sollen vor der demnächst fälligen TÜV-Prüfung nicht mehr behoben werden.

Als Ersatz soll ein Fahrzeug vom Typ LF 10 KATS beschafft werden, das vom Land Hessen aus Mitteln des Katastrophenschutzes bezuschusst würde. In einigen Jahren, bei einer anstehenden Ersatzbeschaffung für die Dodenauer Feuerwehr, soll das LF 10 KATS nach Dodenau wechseln und für die Kernstadt-Feuerwehr dann ein Staffellöschfahrzeug StLF 20/25 angeschafft werden.

Im Februar hatte die Battenberger Stadtverwaltung mitgeteilt, dass bei einer Beschaffung des Katastrophenschutzfahrzeuges LF 10 KATS ein städtischer Anteil von rund 80.000 Euro übrig bleibe. Ein neues Staffellöschfahrzeug LF 20/25 würde rund 260.000 Euro kosten, von denen die Stadt Battenberg etwa 178.000 Euro übernehmen müsste.

In den Unterlagen für die jüngste Stadtverordnetensitzung heißt es, dass rund 100.000 Euro für die Ersatzbeschaffung des LF 8-Öl in den Investitionsplan für das Jahr 2016 aufgenommen werden sollen.

Dieser Verfahrensweise hat das Stadtparlament am Donnerstabend unisono zugestimmt. Doch es gibt noch einige Unklarheiten. Wolfgang Stein (BLD) wollte wissen, wie der Magistrat die „zeitliche Lücke“ von geschätzten sechs Monaten überbrücken will, die zwischen dem TÜV-Ablauf des alten und der voraussichtlichen Inbetriebnahme des neuen LF 10 KATS entstehen wird.

Das Thema sei bereits im Wehrführerausschuss und im Magistrat besprochen worden, antwortete Bürgermeister Christian Klein. „Derzeit wird auch über die Alarmplanung gesprochen. Von der rechtlichen Lage her sei klar, dass Battenberg ein Katastrophenschutzzug sei und von daher mit einem LF 10 KATS nachgerüstet werden müsse.

Jens-Ulrich Schmidt (SPD) ist der Meinung, dass Geld des Steuerzahlers verschwendet werde. Wenn Allendorf und Battenberg eine Kommune wären, müsste für diese nur ein Katastrophenschutzfahrzeug LF 10 KATS angeschafft werden. Da Allendorf und Battenberg aber „nur“ ein gemeinsames Mittelzentrum seien, müssten zwei Fahrzeuge her, obwohl Fläche und Einwohnerzahl identisch seien. Der Magistrat erhielt auf Antrag der SPD einstimmig den Auftrag, diese These zu überprüfen und sich mit Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick „ins Benehmen zu setzen“.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.