Altes Wahrzeichen soll im neuen Glanz erstrahlen

Ortsbeirat sucht neuen Standort für das alte Hänsel-und-Gretel-Brunnenensemble

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Unbestimmte Zukunft: Die alten Hänsel-und-Gretel-Brunnenfiguren suchen einen neuen Standort.  

Battenberg. Was wird aus den „alten“ Hänsel-und-Gretel-Figuren? Diese Frage hatte Ortsvorsteher Wolfram Mattner auf die Tagesordnung der jüngsten Ortsbeiratssitzung genommen.

Das frühere „Wahrzeichen“ der Stadt, das der Fabrikant Albrecht Drevermann im Jahre 1901 von einer Geschäftsreise aus Kassel mit nach Battenberg gebracht und der Stadt geschenkt hatte, war in die Jahre gekommen. Ein Arm war abgebrochen, eine Reparatur nicht möglich, weil niemand sagen konnte, aus welchem Metall die Figuren gegossen worden waren.

Der frühere Ortsvorsteher Walter Jacobi hatte zusammen mit einigen Battenberger Vereinen über 10 000 Euro an Spenden zusammengetragen. Für dieses Geld wurde ein Wachsabdruck erstellt und die Figuren aus Bronze nachgegossen (HNA berichtete). Am 10. September wurden die „neuen“ Hänsel-und-Gretel-Figuren feierlich eingeweiht. Seitdem fristen die „bunten“ Hänsel-und-Gretel-Figuren ein tristes Dasein in einer Garage des städtischen Bauhofes.

Zunächst schien es mehrere Interessenten für die alten Figuren zu geben. Doch dann folgte die Ernüchterung. „Bürgermeister Christian Klein wollte die Figuren nicht. Und Elisabeth Skupin, die Leiterin unseres Stadtmuseums, sagt, sie habe keinen Platz“, so Mattner.

Eine ältere Bewohnerin des Battenberger Seniorenzentrums habe nun vorgeschlagen, die bunten Figuren auf dem Gelände des Seniorenheimes aufzustellen. Mit diesem Gedanken könne er sich sehr wohl anfreunden, sagte Ortsvorsteher Mattner. Allerdings habe er noch nicht mit der Heimleitung darüber gesprochen.

„Wenn keiner die Figuren haben will, nehme ich sie und stelle sie mir unters Vordach bei der Haustür“, kündigte Wolfram Mattner an. Diese Zusage gelte allerdings nur, so lange er Ortsvorsteher sei.

Dann würden Hänsel und Gretel also eine Art „Wanderpokal“, konstatierte Ortsbeiratsmitglied Matthias Vetter grinsend. Einstimmig wurde beschlossen, dass Wolfram Mattner zunächst Kontakt mit dem DRK aufnimmt.

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