„Wir wollen endlich anfangen“

Sanierung der Battenberger Stadtverwaltung kostet rund zwei Millionen Euro

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Sanierungsbedürftig: Die Neuburg in Battenberg. Das ehemalige Jagdschloss aus dem 18. Jahrhundert ist Sitz der Stadtverwaltung. Die Farben der Außenfassaden und der Fensterläden – Gelb und Grün – sollen unverändert bleiben.

Battenberg. Rund zwei Millionen Euro wird die Sanierung der Neuburg, der Sitz der Stadtverwaltung in Battenberg, kosten.

Die Zahlen und die geplanten Arbeiten haben der Battenberger Architekt Fritz Roth und sein Mitarbeiter Helmut Henk am Donnerstag dem Bau- und dem Haupt- und Finanzausschuss des Stadtparlaments vorgestellt.

Dass die Neuburg saniert wird, ist längst beschlossen. Seit drei Jahren stehen Haushaltsmittel bereit, insgesamt rund 600.000 Euro. Für die nächsten beiden Jahre muss das Parlament also weitere 1,4 Millionen Euro genehmigen.

Außensanierung - das ist geplant

Hauptgebäude (463.587 Euro): Dacheindeckung mit Naturschiefer, Putz und Anstrich Fassade, Anstrich und Instandsetzung Fenster, Erneuerung Haupteingang.

Nebengebäude (145.267 Euro): Dachentwässerung, Putz und Anstrich, Instandsetzung Bruchsteinsockel, Fensteranstrich/-ersatz.

Innensanierung

Hauptgebäude (915.699 Euro): Innenausbau wie 2012/13 beim Bauamt und dem EWF-Büro im Erdgeschoss. Böden, Decken und Wände sollen zum Teil an den historischen Bestand des 1732 als Jagdschloss erbauten Gebäudes angepasst werden. „Wir wollen keinen Mischmasch“, sagte Roth. Zudem sollen Elektrik, Sanitär und Heizung erneuert werden.

Das Nebengebäude (199.491 Euro) mit Bürgerbüro und Kfz-Zulassungsstelle wird analog zum Hauptgebäude saniert.

Zwischenbau

Zwischen Haupt- und Nebengebäude soll an der Stelle der bisherigen Toilette im Erdgeschoss eine verglaste Stahlkonstruktion entstehen, die als Durchgang für Besucher dient, den es bisher nicht gibt. „Ziel ist, dass die Leute nur noch durch den Haupteingang ins Haus kommen“, sagte Bürgermeister Christian Klein. Am Hauptgebäude gibt es bereits einen barrierefreien Aufzug ins Erdgeschoss.

Weitere Optionen

Bauausschuss-Vorsitzender Dirk Wind fragte, ob man den Aufzug bis ins Obergeschoss verlängern könnte. Er werde das prüfen, sagte Architekt Roth und schätzte die Kosten auf bis zu 40.000 Euro.

Auf Wunsch der Mitarbeiter der Stadtverwaltung sollen Klimaanlagen eingebaut werden, die es bisher nicht gibt. Kosten: 133.000 Euro.

Und das Architekturbüro Roth schlägt ein Eingangstor am Hof vor – für 14.500 Euro.

Förderung

Inklusive Klimaanlage, Aufzug und Hoftor liegen die Gesamtkosten bei rund 1,9 Millionen Euro. Starten die Arbeiten erst 2019, rechnet Roth mit einem Teuerungszuschlag von acht Prozent – macht ein Plus von etwa 140.000 Euro.

Bereits bewilligt sind Zuschüsse des Landes aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (421.392 Euro für Innensanierung Hauptgebäude) und dem Dorfentwicklungsprogramm (240.376 Euro für das Nebengebäude). Macht zusammen rund 650.000 Euro Förderung. Der Eigenanteil der Stadt läge also bei rund 1,350 Millionen Euro.

40.000 Euro, die als Zuschuss der Denkmalpflege eingeplant waren, wurden nicht bewilligt, wofür Dirk Wind kein Verständnis zeigte. Bürgermeister Klein sagte, er werde nochmal mit den Denkmalschützern sprechen.

Zeitplan

Von einer finanziellen Zusage des Denkmalschutzes will Klein nicht den Baubeginn abhängig machen: „Wir wollen endlich anfangen, es wird von Jahr zu Jahr teurer.“ Helmut Henk, bei Roth für Planung und Bauleitung der Neuburg zuständig, nannte es „aussichtslos“, dieses Jahr noch Baufirmen zu bekommen. Deshalb werden die Arbeiten wohl erst nach dem Winter beginnen. Für die Außensanierung ist ein halbes Jahr eingeplant. Büroleiter Reiner Zissel schätzt, dass die Gesamtsanierung im Herbst 2020 fertig ist.

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